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SCI Systems übernimmt weitere Nokia-Fabriken

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Die Telekommunikations-Hardwarehersteller Nokia und SCI Systems bauen ihre Kooperation bei der Produktion von Mobilfunkhardware der 2. und 3. Generation für Netzbetreiber aus. Hierzu übernimmt SCI Systems die Produktionsstätten von Nokia in Haukipudas (Finnland) und Camberley (Großbritannien); gleichzeitig schließen die beiden Unternehmen eine Vereinbarung über die gemeinsame Entwicklung und Herstellung von Mobilfunk-Produkten. Die 1.250 Angestellten der Nokia-Fabriken werden durch SCI Systems übernommen.

Die Transaktion ist ein weiterer Schritt in der verstärkten globalen Zusammenarbeit mit Nokia: Im Jahre 1998 erwarb SCI die Nokia-Fabrikationsstätten in Oulu (Finnland) und Motala (Schweden) und begann Ende 2000 mit dem Bau der Fertigungsstätten für Nokia-Geräte der 2. Generation im australischen Perth. Die Übernahme der Nokia-Fabriken inklusive ihrer 1.250 Mitarbeiter erfolgt nur 2 Wochen nach der Ankündigung durch SCI, zehn Prozent ihrer 38.000 Mitarbeiter umfassenden weltweiten Belegschaft abbauen zu wollen. Dieser Personalschnitt wurde mit dem reduzierten Wachstum im PC-Segment begründet.

Auch andere Hersteller von Mobilfunktechnik haben in jüngerer Vergangenheit ähnliche Vereinbarungen mit externen Dienstleistern getroffen, so beispielsweise Ericsson. Die Schweden hatten im Januar allerdings das komplette Outsourcing ihrer defizitären Handyproduktion bekannt gegeben. Die Produktion übernimmt in diesem Fall Flextronics International Ltd..

Ebenfalls ungünstige Nachrichten kommen von dem französischen Anbieter von Kommunikationselektronik Alcatel, der vor dem Hintergrund sinkender Nachfrage seine beiden Handy-Fabriken in Frankreich in dieser Woche geschlossen hält. Zusätzlich hat Alcatel eine einwöchige Produktionspause für Anfang April bekannt gegeben. (klp)