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SCO-Aktie vorerst gerettet

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Durch massive Stützungskäufe konnte am vergangenen Freitag die Aktie der SCO vor dem drohenden Delisting bewahrt werden. Durch die Käufe stieg der Kurs der Aktie um mehr als 32 Prozent auf 1,17 US-Dollar pro Aktie. Damit wird die SCO-Aktie weiterhin unter dem Kürzel SCOX gehandelt. Ob die Stützungskäufe einen Trend ausmachen, ist noch nicht absehbar: Am heutigen Memorial Day sind in den USA die Börsen geschlossen.

Die SCO Group hatte vor den Stützungskäufen ein Abkommen mit der Software-Firma Genisys gemeldet, die verschiedene Programme zum Vermieten und Leasen von Produkten vertreibt. Danach will Genisys die Software der SCO Mobile Server Group einsetzen, damit das Servicepersonal von Mietfirmen jederzeit Inventarbestände über ein Windows-Smartphone abfragen kann. Außerdem meldete die SCO Group, das zugehörige SMS-Meldesystem Hipcheck sei in der Version 1.03 verfügbar. Mit dem neuen Release soll Hipcheck Windows 2000-, Sun Solaris- und Unixware-7.1.1-Server unterstützen. Auf der Client-Seite sind die Smartphones von Palm Treo hinzugekommen.

Unabhängig von den Geschäftserfolgen der SCO Group geht der Streit um die Eigentumsrechte zwischen SCO und Novell weiter. Die nächste und möglicherweise entscheidende mündliche Verhandlung wurde auf den 31. Mai terminiert. In ihr soll es um das Asset Purchase Agreement gehen   mit dieser Vereinbarung behielt Novell das Copyright an Unix für sich, als die Unix-Distribution an die SCO Group verkauft wurde.

Im Streit um eine mögliche Verletzung von Lizenzbestimmungen, den SCO mit IBM austrägt, geht es langsamer voran. Die Prozessbeobachter von Groklaw veröffentlichen derzeit die Protokolle von Anhörungen zum Linux-Lizenzprogramm. Aus diesen Anhörungen geht hervor, dass die SCO Group im Jahr 2003 davon ausging, mit ihrer Antidot-Lizenz Lizenzgebühren von mindesten 15 Millionen Linux-Servern kassieren zu können. (Detlef Borchers) (bb)