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SCO vs. IBM: Prozess wird wieder aufgenommen

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Das US-Bundesbezirksgericht von Utah hat einem Antrag von SCO stattgegeben, den Prozess gegen IBM wegen möglicherweise unrechtmäßig nach Linux kopierten Unix-Codes wieder zu eröffnen (PDF-Datei mit dem Beschluss). SCO hatte IBM 2003 auf eine Millarde US-Dollar Schadenersatz verklagt, weil Big Blue im Zuge seiner Linux-Initiative geistiges Eigentum von SCO gestohlen und in Linux eingebracht haben soll. Das Verfahren war 2007 geschlossen worden, nachdem SCO Konkurs angemeldet hatte.

Richter Nuffer, der das Verfahren jetzt übernommen hat, weist in seiner Entscheidung ausdrücklich darauf hin, dass damals ein Antrag von SCO, das Verfahren gegen IBM erneut zu eröffnen, fälschlicherweise abgelehnt wurde. SCO muss jetzt binnen einer Woche darlegen, welche Ansprüche noch gegen IBM erhoben werden, nachdem das Copyright an Unix endgültig Novell zugesprochen wurde. Die umstrittenen Rechte an Unix waren nach Einschätzung vieler Prozessbeobachter Grundlage der Forderungen gegenüber IBM; wie Groklaw berichtet, behauptet SCO allerdings, dass noch zwei davon unabhängige Ansprüche übrig sind. IBM kann dann dagegen Widerspruch einlegen und ein schnelles Urteil ohne weitere Verhandlung beantragen. Von der Entscheidung des Gerichts darüber hängt ab, wie es weitergeht.

Laut Groklaw stehen noch einige Anträge von SCO im Raum, über die nicht endgültig entschieden wurde. Welche davon Teil des neuen Verfahrens werden, ist allerdings noch unklar.

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