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SCO vs. Linux: Suse Linux soll SCO-Code enthalten

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In der Auseinandersetzung zwischen der SCO Group und Novell um die Eigentumsrechte an Unix möchte SCO das Verfahren erweitern. Dies ergibt sich aus Dokumenten, die auf der Prozessbeobachtungs-Website Groklaw veröffentlicht wurden. Zu dem ursprünglichen Vorwurf der Verleumdung und dem von SCO anders interpretierten Asset Purchase Agreement soll Novell jetzt verklagt werden, mit der Distribution von Suse Linux geistiges Eigentum von SCO zu vertreiben. Insgesamt soll Suse Linux 24 verschiedene Methoden und Konzepte enthalten, die die SCO Group als ihr geistiges Eigentum ansieht, darunter die schon öffentlich diskutierten Verfahren NUMA (Non-Uniform Memory Access), RCU (Read Copy Update) und ELF (Executable and Linking Format).

Die von SCO angestrebte Erweiterung der Klage enthält konkretere Vorwürfe als die ursprüngliche Verleumdungsklage. Sie kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die angeblichen Rechtsunsicherheiten von Linux zunehmend weniger beachtet werden. Die Klageerweiterung ist juristisch problematisch, weil SCO selbst mit dem United Linux-Projekt und Caldera Linux die besagten Verfahren unter einer GPL vertrieben hat. Nach Ansicht amerikanischer Prozessbeobachter kommt die Erweiterung der Klage reichlich spät. Das Verfahren zwischen SCO und Novell (Klage wie Gegenklage) befindet sich im Stadium der Voruntersuchung, die bis zum Juni 2007 abgeschlossen sein soll. Erst danach wird das Hauptverfahren eröffnet.

Zu den Entwicklungen in dem Streit, den SCO mit IBM, Novell und der Open-Source-Gemeinde um SCO-Rechte an Unix und angeblich unrechtmäßig in Linux übernommenen Code angezettelt hat, siehe den Artikel auf c't aktuell (mit chronologischer Linkliste zu Beiträgen auf heise online, aus Technology Review und der c't):

(Detlef Borchers) / (jk)

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