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SIGGRAPH: OpenGL 4.3 bringt Compute Shader

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Khronos hat im Rahmen der SIGGRAPH-Grafikmesse in Los Angeles die 3D-Grafikschnittstelle OpenGL 4.3 freigegeben – gut 20 Jahre nach der Einführung von OpenGL 1.0. Neben zahlreichen neuen Funktionen soll sich auch die Render-Performance gesteigert haben.

Die Render-Pipeline von OpenGL 4.3 mit Compute Shadern.

(Bild: Khronos/c't)

Eine der wichtigsten Neuerungen im Vergleich zur Vorgängerversion OpenGL 4.2 ist die Unterstützung von zu OpenCL komplementären Compute Shadern, mithilfe derer sich universelle Berechnungen innerhalb der Grafikpipeline durchführen lassen. Ihr Funktionsumfang ist laut Khronos vergleichbar mit den Compute Shadern aus DirectX 11. So lassen sich Aufgaben, die bisher die Prozessorkerne übernehmen mussten, auf die Grafikkerne auslagern und parallel verarbeiten – angepasste Software ist natürlich die Voraussetzung. Khronos führt dabei etwa Fotobearbeitung und Geometrieberechnungen als Anwendungsbeispiele auf. Überdies seien in Spielen aufwendigere Effekte möglich. Mobile OpenGL-ES-3.0-Anwendungen lassen sich auf dem Desktop mittels OpenGL 4.3 ausführen. Wie in OpenGL ES 3.0 halten nun auch die Texturkompressionsformate EAC und ETC2 Einzug.

Die komplette Spezifikation mit sämtlichen Neuerungen ist auf auf der OpenGL-Webseite einsehbar. Nvidia will noch am heutigen Montag erste Grafikkartentreiber mit OpenGL-4.3-Unterstützung auf seiner Developer-Seite veröffentlichen. Ob AMD selbiges vorhat, ist auch auf Anfrage hin unklar. (mfi)