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SIM-Karten-Prüfdatenbank hat Telekom-Mobilfunknetz lahmgelegt

In ganz Deutschland ist am Wochenende das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom gestört gewesen. Im Verlauf des Vormittags hat das Unternehmen das Problem in den Griff bekommen; Ursache war ein Fehler in der Datenbank für die SIM-Karten-Prüfung.

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(Bild: dpa, Bernd Thissen)

In der Nacht auf Samstag war es insbesondere in großen Städten Deutschlands nicht mehr möglich, im Mobilfunknetz der Deutschen Telekom zu telefonieren oder den mobilen Internet-Zugang zu nutzen beziehungsweise SMS zu versenden oder zu empfangen. Sehr früh liefen etwa auf Twitter (#telekom) massenweise Meldungen von Kunden auf, die keine Mobilverbindung bekamen. Die Zugangsprobleme betrafen auch Congstar-Kunden und selbst Teilnehmer, die vom Ausland aus ihre Telekom-SIM-Card nutzen wollten. Wie das Portal areamobile berichtet, konnten Notrufe allerdings weiterhin abgesetzt werden. Das Festnetz blieb insgesamt unbeeinträchtigt.

Am späten Vormittag bestätigte ein Unternehmenssprecher gegenüber der tagesschau-Redaktion die Ausfälle. Ein Fehler in der zentralen Datenbank für die SIM-Karten-Überprüfung habe dazu geführt, dass die Gültigkeit von Karten nicht mehr verifiziert und Verbindungen keinem Abrechnungskonto mehr zugeordnet werden konnten. Daher sei bei den Teilnehmern das Einbuchen ins Netz fehlgeschlagen und es erfolgte die Anzeige "kein Netz".

Noch vor dem Mittag hieß es, das Problem sei behoben und die Systeme führen wieder hoch, die Verfügbarkeit sei aber noch nicht bei 100 Prozent angekommen. Der Telekom-Sprecher dazu: "Das Netz ist wieder da. Sie können telefonieren und auch wieder surfen." Einzelne Zugriffsprobleme, je nach Region in unterschiedlicher Häufung, wurden jedoch auch über die Mittagszeit hinweg in den Social Networks gemeldet.

Für Teilnehmer, die noch Einwahlprobleme hatten, empfahl die Telekom, das Mobilgerät kurz in den Flugmodus zu schalten. Alternativ half auch ein kurzes Aus- und Wiedereinschalten.

Inzwischen scheint das Netz tatsächlich flächendeckend wieder erreichbar zu sein. Eine Eilmeldung, welche die Telekom auf ihrer Mobilfunk-Website veröffentlicht hat, spricht davon, die Störung habe nur bis 10:15 Uhr gedauert. Die Auswirkungen waren jedoch auch Stunden später noch an vielen Orten zu spüren. (psz)