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SMS erinnert an Drogen und Babys

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In so bazillenlastigen Zeiten ist es von besonderer Signifikanz, seine Drogen pünktlich einzunehmen und vor allem die richtigen davon. Besitzer von Mobiltelefonen können sich an diese Aufgaben von vielen Dienstleistern per SMS erinnern lassen.

Der Service m-Pill steht allen Internetbesuchern weltweit kostenlos zur Verfügung. Dort gibt man an, welche Pillen wann auf dem Handyschirm erscheinen sollen. Die Zeitzoneneingabe erspart ein mühsames Umrechnen und damit die zittrige Hand nicht aus Versehen zur falschen Medikation greift, gibt es auch ein Eingabefeld für die Farbe der Tablette. Interessant auch die Hitliste der meisterinnerten Medikamente: Dort rangieren Migränemittel noch vor der Verhütungspille.

Der Anbieter yoc erinnert nicht an regelmäßige Termine wie m-Pill, sondern arbeitet wie bei seinen SMS-Spickern per Fall. Eine SMS an die Nummer 72 76 8 mit dem Text "pille [Datum] [Uhrzeit]" erinnert einmalig an die Einnahme, wenn Frau genau weiß, dass sie zu diesem Zeitpunkt eh nicht mehr geradeaus denken kann. So wird verhindert, dass "eine Gedächnislücke zum lebensfüllenden Thema wird", wie yoc es formuliert. Ganz anders die Einstellung bei Zappybaby, wo der runde Bauch nicht nur erklärtes Ziel ist, sondern sogar zu einem regelrechten Kult erhoben wird. Dort erinnern einen die Kurznachrichten an fruchtbare Tage, die dann zur Paarung genutzt werden können, wenn ohne die Erinnerung vielleicht Kino oder etwas ähnlich Kontraevolutionäres auf dem Plan gestanden hätte. Leider wird der bei zappybaby.de verwendeten Internet-Technik nicht die nötige Zuneigung zuteil: Der Dienst fällt des öfteren durch Ausfälle auf, in diesem Fall war zum Testzeitpunkt die ganze Site down. (cgl)

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