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SSD-Preiskampf: 240 GByte für unter 40 Euro

Der Preiskampf im SSD-Markt setzt sich fort: Erste 480-GByte-Typen sinken unter 70 Euro, 240-GByte-Versionen unter 40 Euro. Auch die RAM-Preise fallen etwas.

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SATA-SSDs im 2,5-Zoll-Format

Bei NAND-Flash-Speicherchips gibt es seit einiger Zeit ein Überangebot. Allmählich drängt ein neuer Mitbewerber auf den Markt, die chinesische Firma Yangtze Memory Technologies (YMTC). Dadurch sinken die Preise der Flash-Chips und folglich auch der damit bestückten Produkte: SSDs, USB-Sticks, SD- und microSD-Speicherkarten.

Der Trend zeichnet sich schon seit einer Weile ab, seit Anfang August sind einige 120-GByte-SSDs mit SATA-Schnittstelle für weniger als 25 Euro bei deutschen Online-Händlern erhältlich.

Deutliche Preisabschläge sind nun auch bei SSDs mit höherer Kapazität zu sehen: Die ersten 240-GByte-Modelle werden für weniger als 40 Euro verkauft. Das zeigen Online-Preisvergleicher wie der Heise-Preisvergleich. Dort sind auch 480-GByte-SSDs für knapp weniger als 70 Euro zu finden.

Während 120 GByte für einen typisch genutzten Windows-PC noch etwas mager sind, wird es bei 240 oder gar 480 GByte schon interessanter. Stabiler sind die Preise bei höheren Kapazitäten: Eine 1-TByte-SSD kostet noch mindestens155 Euro.

Auch USB-Sticks und SD- sowie microSD(XC)-Speicherkarten werden derzeit immer billiger. Einen USB-3.0-Stick mit 64 GByte bekommt man für knapp 10 Euro. Vorsicht: Die billigsten Sticks haben noch ein lahmes USB-2.0-Interface. Auch bei den nur wenig teureren USB-3.0-Versionen lohnt es sich, auf die Geschwindigkeit zu achten, sofern man tatsächlich häufiger große Datenmengen draufkopiert.

MicroSD- beziehungsweise MicroSDXC-Karten mit 128 GByte gibt es derzeit ab rund 25 Euro.

Vorsicht: Vor allem bei Flash-Speicherkarten und USB-Sticks mit sehr hoher Kapazität ab 512 GByte werden nach wie vor Fälschungen angeboten. Darauf sollte man besonders achten, wenn man direkt bei chinesischen Handelspartner bestellen möchte: Extrem niedrige Preise sollten Misstrauen wecken. MicroSD-Karten gibt es von etablierten Herstellern derzeit mit höchstens 512 GByte, SD-Karten ebenfalls – die 2016 angekündigte WD/SanDisk-Karte mit 1 TByte ist jedenfalls im Handel nicht zu finden. Eine solche 512-GByte-Karte kostet derzeit mindestens 200 Euro.

Allmählich bewegen sich sich auch die Preise von DDR4-SDRAM-Speichermodulen für Desktop-PCs und Notebooks nach unten. Hier ist der Trend schwächer, einige 4-GByte-DIMMs sind aber immerhin rund 10 Prozent billiger zu haben als noch vor wenigen Monaten.

Die niedrigen SSD-Preise wirken sich anscheinend auch auf die Preise von Festplatten niedriger Kapazität aus, also auf Laufwerke mit weniger als 1 TByte. In Preisvergleichern sind viele Angebote für 250- oder 320-GByte-Festplatten für weniger als 20 Euro zu finden.

Hier sollte man sehr genau hinschauen: Teilweise handelt es sich um Spezialfestplatten für digitale Videorecorder für Überwachungssysteme, sogenannte "Surveillance"-Disks. Sie sind für den PC-Einsatz weniger gut geeignet.

Es ist auch zu erwarten, dass es sich bei einigen vermeintlichen Schnäppchen um sehr alte Lagerware oder um OEM-Ware ohne Herstellergarantie handelt. Den Garantieanspruch kann man anhand der Seriennummer überprüfen. (ciw)

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