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STM-Entwicklerkits für Mobilfunk

Langsam kommt NB-IoT ins Rollen: Pünktlich zur Embedded World zeigt STMicroelectronics eine Entwicklerplatine mit Modem für den neuen Internet-der-Dinge-Netzstandard.

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Zwei Modems gibt es für die neuen Entwicklerplatinen. Sie bringen jeweils unterschiedliche Netzstandards mit.

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Der Embedded-Entwickler STMicroeletronics hat zwei neue Entwicklerkits für Mobilfunkanwendungen vorgestellt. Die Kits enthalten neben einer Entwicklerplatine mit ARM-Prozessor ein Mobilfunkmodem, das über einen Erweiterungsslot an die Platine angeschlossen wird. ST bietet ein Modul für die "alten" Standards UMTS und GSM (P-L496G-CELL01) und eines für die neuen Schmalband-LTE-Spezifikationen NB-IoT und Cat. M1 (P-L496G-CELL02).

Basis jedes Kits ist jeweils eine Platine mit STM32L496GI6, ein ARM-Cortex-M4-Prozessor mit 80 MHz Taktrate, einem MByte Flash- und 320 kByte Arbeitsspeicher. Zusätzlich stehen dem Prozessor 8 MBit PSRAM zur Verfügung. Die Programmierung geschieht per Micro USB, die Stromversorgung ebenfalls.

Auf der Unterseite hat die Platine einen Micro-SD-Slot, einen Audio-Klinken-Anschluss und Platz für Arduino-Hats.

Auf der Platine findet sich weiter ein Micro-SD-Slot und eine 8 Bit-Kamera-Schnittstelle. Der Audiochip der Platine wird wahlweise über einen 3,5mm-Klinkenanschluss oder die aufgelöteten MEMS-Mikrofone genutzt. Auf der Unterseite der Platine befinden sich außerdem Anschlussleisten für Aufsteckplatinen im Arduino-Format. Ein weiterer Micro-USB-Hostport ermöglicht dem Prozessor USB-Geräte anzusprechen.

Die Kits unterscheiden sich jeweils über das mitgelieferte Modem, beide stammen von Quectel. Für UMTS- und GSM-Netze liefert ST das UG96. Es arbeitet in UMTS-Netzen auf 800, 850, 900 und 2100 MHz und ist somit nahezu weltweit einsetzbar. Im Downlink liefert es maximal 7,2 MBit/s, im Uplink 5,7 MBit/s. In GSM-Netzen auf 850, 900, 1800 und 1900 MHz ist bei 296 kbit/s respektive 236 kbit/s Schluss.

Für NB-IoT und Cat. M1 erhält man das Quectel BG96. Es arbeitet in FDD-Netzen auf 2100, 1900, 1800, 1700, 900, 850, 800 und 700 MHz, sowie in TDD-Netzen bei 1900 MHz. Die Modems werden über einen Slot an die Entwicklerplatine angesteckt und darüber auch mit Strom versorgt. Der SIM-Slot befindet sich auf der Rückseite.

Das BG96 beherrscht auch noch GSM. Diese Kombination ist besonders interessant für Entwickler, die Anwendungen für NB-IoT entwickeln wollen, auf den eigentlichen Netzzugang jedoch noch warten müssen. Der Fall kann eintreten, wenn die Netze entweder noch nicht vorhanden sind oder die Betreiber noch keinen Zugang gewähren. In Deutschland bauen sowohl die Telekom als auch Vodafone und Telefonica derzeit NB-IoT-Netze auf.

Einen Preis für die Platinen hat STMicroelectronics noch nicht bekannt gegeben. (amo)