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SZ will "Panama Papers" nicht an Ermittlungsbehörden übergeben

Die von der Süddeutschen Zeitung publik gemachte Datenbank über Briefkastenfirmen dürfte sicher auch die Behörden interessieren. "Wir sind nicht der verlängerte Arm der Staatsanwaltschaft", winkt man aber bei der Zeitung ab.

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SZ will "Panama Papers" nicht an Ermittlungsbehörden übergeben

(Bild: Süddeutsche Zeitung)

Die Süddeutsche Zeitung will die brisanten Daten über ein weltweit verzweigtes Netz an Briefkastenfirmen nicht den Behörden übergeben. "Wir sind nicht der verlängerte Arm der Staatsanwaltschaft. Wir sind Journalisten", sagte der SZ-Reporter Frederik Obermaier am Montag der Deutschen Presse-Agentur in München. "Die Strafverfolgungsbehörden haben genug Mittel in der Hand, um gegen derartige Machenschaften vorzugehen. Es ist eine andere Frage, ob sie diese Mittel nutzen."

Die von einer anonymen Quelle übermittelten "Panama Papers" stammen von einer Kanzlei in Panama, die Offshore-Firmen vermittelt. Diese Firmen sind zwar grundsätzlich nicht illegal, eignen sich aber auch dazu, schmutzige Geschäfte zu verschleiern oder heimliches Vermögen an den Steuerbehörden vorbei zu parken. Kunden der Kanzlei waren nach SZ-Recherchen in den Papieren auch Drogen- und Waffenhändler sowie bekannte Sportler oder hochrangige Politiker bis hin zu Staats- und Regierungschefs. Wegen der riesigen Datenmenge beteiligte das Blatt rund 400 Journalisten aus 80 Ländern an der Recherche.

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) rief die Medien auf, alle Unterlagen den Steuer- und Sicherheitsbehörden zur Verfügung zu stellen. "Sonst bleibt das alles im Bereich der Spekulation." (axk)

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