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Saar-Uni bietet erstmals Studiengang "Cybersicherheit" an

In sechs Semestern sollen die Studierenden als "Angreifer, Verteidiger und Forscher in einer Person" ihr Handwerk lernen.

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Datengier von Geheimdiensten, Firmen und Kriminellen: Die Sicherheit ihrer Daten bereitet Internet- und Smartphone-Nutzern zunehmend Sorgen. Die Universität des Saarlandes will daher Experten ausbilden, die Computer vor Angriffen von Hackern, Spionage-Apps und unerwünschtem Datensammeln schützen. Der Bachelor-Studiengang "Cybersicherheit" nimmt im kommenden Wintersemester seinen Betrieb auf, wie die Hochschule in Saarbrücken mitteilte.

Michael Backes

(Bild: infsec.cs.uni-saarland.de )

Die Informatik-Fakultät sei die erste an einer deutschen Universität, die eine solche Ausbildung anbiete, betonte der Professor für Informationssicherheit und Kryptographie, Michael Backes. In sechs Semestern sollen die Studierenden als "Angreifer, Verteidiger und Forscher in einer Person" ihr Handwerk lernen.

Dabei sollen sie vor allem mit dem auf dem Campus angesiedelten Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit (CISPA) zusammenarbeiten. Backes ist auch Direktor des von der Bundesregierung geförderten CISPA. Interessierte Abiturienten können sich von August an für den Studiengang einschreiben. Über einen Arbeitsplatz müssten sich Absolventen keine Sorge machen, da sie praxisorientiert und wissenschaftlich fundiert ausgebildet würden, betonte Backes.

Update 13:55 Uhr: Die Universität des Saarlandes weist darauf hin, dass der Studiengang "Cybersicherheit" heißt und nicht wie von der dpa zunächst gemeldet "Cyberkriminalität". (anw)