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WTF

Sag mir wo die Blumen sind…

Ein alter Menschheitstraum geht endlich in Erfüllung: Blumenerkennung per Software! Microsoft macht‘s möglich.

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Sag mir wo die Blumen sind…

(Bild: Microsoft)

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Das Internet ist voll von heißen IT-News und abgestandenem Pr0n. Dazwischen finden sich auch immer wieder Perlen, die zu schade sind für /dev/null. Wir sammeln sie in der Rubrik WTF.

Ein Zufall soll es gewesen sein, der Microsoft-Wissenschaftler Yong Rui auf die Idee brachte die hauseigene Bilderkennung mal mit Pflanzen zu konfrontieren. Rui hatte vor Botanikern der Chinesischen Wissenschaftsakademie erläutert, wie Bilderkennungssoftware funktioniert. Die Botaniker waren ganz aus dem Häuschen, denn sie hatten einen hauseigenen Pool von 2,6 Millionen Blumenfotos, die es zu sortieren galt. So wurde der Samen für ein Forschungsprojekt gepflanzt, aus dem später das Smart Flower Recognition System erwuchs.

Mit ihrer Bildersammlung wollen die Botaniker die regionale Verteilung der chinesischen Pflanzenwelt katalogisieren. Der Bilderhaufen ist inzwischen so hoch gewachsen, dass selbst die Chinesen nicht genug Personal haben, um das alles abzugrasen. Außerdem sollen neu hochgeladene Fotos automatisch nach Qualität sortiert werden.

Statt märchenhafter Tauben verwendet Microsoft aber lieber Deep Neural Networks, also neuronale Netze. Nachdem das neuronale Netz mit Millionen Blumenfotos trainiert wurde, konnte es 90 Prozent der abgebildeten Pflanzen korrekt erkennen. Die chinesischen Botaniker sind jetzt glücklich, denn sie können endlich die regionale Verteilung von Blumen in China genau bestimmen.

Wenn das mal kein Osteospermum aus der Familie der Asteraceae ist!

Microsoft will seine Bemühungen im Bereich der Blumenerkennung weiter ausbauen. So können Eltern ihren Kindern vormachen, was sie alles über die heimische Flora wissen – oder zumindest sicher sein, dass das wirklich ein Röslein ist, was der Knab' da auf der Heide stehen sieht. (mls)

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