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"Saison der Übernahmen": Auch Salesforce wollte LinkedIn kaufen

Salesforce-Chef Marc Benioff hat eingeräumt, dass auch sein Unternehmen an LinkedIn interessiert war – dies sei nun aber an Microsoft gegangen. Laut Benioff ist die IT-Branche in einer Saison der Übernahmen.

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(Bild: dpa, Jens Büttner)

Microsoft ist nicht der einzige Kaufinteressent beim Karriere-Netzwerk LinkedIn gewesen: Auch der Software-Anbieter Salesforce war im Rennen. Salesforce-Chef Marc Benioff bestätigte das Interesse in der Nacht zu Freitag dem IT-Blog Recode, machte aber keine Angaben zur Höhe seines Gebots.

Microsoft bot einen Aufschlag von rund 50 Prozent auf den jüngsten Aktienpreis von LinkedIn und lässt sich die Übernahme mehr als 26 Milliarden US-Dollar kosten. Nach Informationen von Recode war Salesforce vor allem am LinkedIn-Geschäft mit Diensten für die Personalsuche interessiert.

Anfang des Jahres habe Microsoft versucht, Salesforce zu kaufen, merkte der IT-Blog unter Berufung auf informierte Personen an. Die Gespräche seien aber an unterschiedlichen Vorstellungen über den Preis und den Freiraum für Salesforce unter dem Dach von Microsoft gescheitert. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete zugleich, dass sich LinkedIn laut Insidern Microsoft selbst zum Kauf angeboten habe.

Der Aktienkurs von LinkedIn war in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Nach dem Deal sehen einige Branchenexperten auch Twitter als wahrscheinlicheren Übernahmekandidaten – der Kurznachrichtendienst hat einen Großteil seines Börsenwerts verloren und schreibt rote Zahlen. Zudem ist es für Technik-Firmen schwieriger geworden, an frisches Geld zu kommen. Die Branche sei in einer "Saison der Übernahmen", sagte Benioff Recode. (kbe)