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Samba 4 im Anmarsch

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Voraussichtlich am kommenden Dienstag wollen die Samba-Entwickler die erste Beta-Version des lang erwarteten Samba 4 veröffentlichen. Nach einer letzten Alpha 21 am 24. Mai markiert das einen entscheidenden Schritt in der Implementierung eines Active Directory auf Open-Source-Basis. Samba 4 kann erstmals wie ein Windows Server seit 2000 einen echten Verzeichnisdienst im Netz bereitstellen.

In Samba 4 haben die Entwickler einen eigenen LDAP-Server und DNS-Server aufgenommen. Aufbauend auf Heimdal haben sie einen Kerberos-Server integriert. In den letzten Versionen haben sie den ursprünglich von Grund auf neu implementierten Dateiserver durch den bewährten Code aus Samba 3 ersetzt. Seit der Alpha 21 lässt sich dieser Stand ausprobieren. Die erste Beta ist letztlich der offizielle Startschuss für einen breiteren Test.

Zwar sind längst nicht 100% eines "echten" Active Directory in Samba 4 implementiert, aber für den Praxiseinsatz mehr als genug: Gruppenrichtlinien zur Verwaltung von Windows-Clients und die Replikation der Verzeichnisdaten, Daten auf der sysvol-Freigabe muss man indes noch mit cron-Jobs verteilen. Die aktuelle Entwicklung dokumentieren Artikel sowohl in c't als auch in iX. Umfangreiche Howtos der Entwickler helfen bei den ersten Schritten. (ps)