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CES

Samsung Galaxy Chromebook: Schick und teuer mit 4K-OLED-Display und Stift

Rund 1000 Dollar kostet das Samsung Galaxy Chromebook, dafür bekommt man unter anderem einen Core i5, ein 360-Grad-Scharnier, Stifteingabe und ein 4K-Display.

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(Bild: Samsung)

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Samsung hat auf der CES ein üppig ausgestattetes Chromebook gezeigt, das sogar Intels Project-Athena-Anforderungen für dünne und ausdauernde Notebooks erfüllt. Ab 1000 US-Dollar soll das Notebook mit Googles Chrome OS zu haben sein, mit besserer Ausstattung könnten es noch mal deutlich mehr werden.

Flotte und edle Chromebooks sind eine Nische, die bisher vor allem Google selbst mit seinen Pixelbooks ausfüllte. Die große Mehrheit der Chrome-OS-Notebooks wird hingegen immer noch im Bildungsmarkt in den USA abgesetzt und der wird dominiert von grobschlächtigen Geräten mit möglichst niedrigem Preis. Insofern ist das in knalligem Rot oder dezentem Silber gehaltene Galaxy Chromebook eine Überraschung.

Das beginnt bereits beim 13,3-Zoll-Display mit OLED-Technik (genauer Samsungs AMOLED-Technik), was im Notebook-Bereich immer noch recht selten ist. Die Auflösung ist mit 3840 × 2160 Pixeln (16:9) hoch, laut Samsung soll die Helligkeit sogar für HDR400 reichen, also in der Spitze bis zu 400 cd/m² erreichen. Allerdings könnte es mit passendem HDR-Material schwierig werden, wenn das DRM der Streaming-Anbieter Chrome OS nicht unterstützt. Das Display kann seine Farbtemperatur an das Umgebungslicht anpassen (Ambient EQ genannt), ähnlich wie es Apple bei vielen Geräten und Google beim Pixel 4 anbietet.

Einmal umklappen bitte: Das Chromebook Galaxy kann Notebook und Tablet sein oder alles dazwischen.

(Bild: Samsung)

Dank eines 360-Grad-Scharniers lässt sich die Tastatur hinter das Display klappen und das Gerät als Tablet benutzen. Zusätzlich zur Fingereingabe unterstützt der Bildschirm auch eine Stifteingabe. Der Stylus ist im Gehäuse untergebracht und gleicht dem Stift aus den älteren Galaxy-Note-Geräten. Er kommt ohne Batterie aus, beim herausnehmen zeigt das System bereits mögliche Aktionen für den Stift an. Anders als beim Note 10 scheint aber keine Fernbedienung des Chromebooks über den Stift möglich.

Der Prozessor, ein nicht genauer benannter Core i5, entstammt Intels zehnter Core-Generation. Mindestens 8 GByte RAM und eine 128 GByte SSD sind für ein Chromebook ebenfalls üppig. Varianten mit bis zu 16 GByte RAM und 1 TByte Speicherplatz wären laut Samsung ebenfalls denkbar, eine solche Modellvariante war auf der CES aber noch nicht zu sehen, einen Preis gibt es dafür ebenfalls nicht.

Gewohntes Bild für Note-Nutzer: Ein Kontext-Menü poppt bei der Entnahme des Stifts auf.

(Bild: asp)

Wie es Project Athena verlangt, wird auch schnelles Wifi 6 bereits unterstützt. Außer einer normalen Webcam über dem Display, hat Samsung noch eine zweite 8-Megapixel-Kamera auf die Tastaturhälfte gepackt. Ob das im Tablet-Modus als Fotokamera sinnvoll ist, erscheint eher fraglich.

In dem nur 10 Millimeter dicken Metallgehäuse fällt der Tastenhub zwangsweise relativ knapp aus, beim ersten Probetippen, erschien uns das Feedback aber als ausreichend präzise. Fürs schnelle Einloggen ist in der Tastatur oben rechts ein Fingerabdruckscanner installiert, der Einschalter ist rechts an der Seite angebracht. Lediglich zwei USB-C-Buchsen stehen für externe Geräte und zum Aufladen bereit, dazu kommt ein MicroSD-Kartenleser.

Kurios: Samsung baut auch eine Kamera in die Tastatur ein. Im Tablet-Modus dient sie als rückwärtige Knipse.

(Bild: asp)

Für rund acht Stunden Laufzeit soll der 50-Wh-Akku hergeben, was verhältnismäßig wenig erscheint. Hier dürfte wohl auch das 4K-Display seinen Tribut fordern. Mit einem Kilogramm Gewicht gehört das Galaxy Chromebook eher zu den Leichtgewichten in der 13-Zoll-Klasse.

Eingeführt werden soll das Notebook auf dem nordamerikanischen Markt noch im ersten Quartal. Ob das Chromebook nach Europa kommt ist nicht bekannt, ein Start in Deutschland bleibt wie bei den Google Pixelbooks eher unwahrscheinlich. (asp)