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IFA

Samsung Galaxy Fold 5G im Hands-on

Das verbesserte Falt-Smartphone Galaxy Fold 5G macht einen robusteren Eindruck als die erste, defektanfällige Version. Wir haben probegefaltet.

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(Bild: heise online / jkj)

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Die Kinderkrankheiten will Samsung nun ausgemerzt haben: Nach dem wegen etlicher Defekte abgeblasenen weltweiten Marktstart Ende April soll das Galaxy Fold nun wirklich reif sein für den Alltagseinsatz. Auf der IFA konnten wir Samsungs renoviertes Falt-Smartphone eine Dreiviertelstunde lang ausprobieren.

Video: Galaxy Fold 5G ausprobiert

Als erstes fällt auf, dass die Ränder der Schutzfolie nun unter dem Gehäuserahmen verschwinden. Sie lassen sich also nicht mehr – versehentlich oder aus Unwissenheit – abziehen und damit das Display kaputtmachen. Außerdem ist der Bildschirm am Scharnier nun oben und unten mit einer kleinen Abdeckung geschützt, sodass keine Fremdkörper mehr eindringen, von unten gegen das empfindliche OLED-Display drücken können und so die organische Leuchtschicht zerstören.

Im Unterschied zur ersten Version (oben) verhindert eine kleine Abdeckung am Scharnier oben und unten, dass Partikel eindringen können (unten).

(Bild: Oben: dpa, Simon Nagel, unten: c't, jkj)

Obwohl Samsung betonte, dass auf unserem Testgerät noch nicht die finale Softwareversion installiert ist, funktionierte die Bedienung nahezu einwandfrei. Insgesamt macht die Software einen durchdachten Eindruck. Starteten wir beispielsweise auf dem kleinen vorderen Display den Browser, YouTube oder Google Maps, begrüßte uns die entsprechende App direkt nach dem Aufklappen und ohne Verzögerung auf voller Displaygröße – sehr praktisch. Außerdem lässt sich bei aufgeklapptem Bildschirm durch einen Wisch vom rechten Rand nach innen eine zweite oder sogar dritte App aufs Display holen.

Bei vielen dutzend Aufklappversuchen passierte es allerdings zweimal, dass der rechte Teil des Displays schwarz blieb und erst nach einmal zu- und aufklappen anging; ob das ein Hardware- oder Software-Fehler ist, muss ein Test der Verkaufsversion zeigen.

Galaxy Fold 5G ausprobiert (7 Bilder)

Wischt man vom rechten Rand nach innen, kann man den Bildschirm zwei- oder dreiteilen und mehrere Apps gleichzeitig verwenden.

(Bild: jkj / c't)

Obwohl das Galaxy Fold 5G im zugeklappten Zustand etwas dicker ist als andere Smartphones, gleitet es problemlos in die Hosentasche – es ist nämlich auch deutlich schmaler als konventionelle Geräte. Aufgeklappt hat man das Gefühl, dass man ein Tablet in der Hand hat. Es macht Spaß, auf dem farbstarken und kontrastreichen Display Videos anzuschauen, der Falzbereich ist aus den meisten Blickwinkeln nicht zu erkennen. Nur wenn man das Gerät etwas hin- und herdreht, ist an der etwas veränderten Lichtbrechung zu sehen, wo die Falz ist.

Das Smartphone reagiert auf Eingaben sowohl auf dem vorderen Display als auch auf dem Hauptbildschirm sehr flott. Angetrieben wird es von einem Snapdragon-855-SoC mit 12 GByte RAM. Obwohl Samsung mit dem Eynos 580 bereits ein SoC mit integriertem 5G-Chip angekündigt hat, kommt beim Galaxy Fold 5G ein externes Qualcomm-X50-5G-Modul zum Einsatz. Der Doppelakku hat insgesamt eine Kapazität von 4235 mAh, der Flashspeicher ist 512 GByte groß, davon sind 460 GByte frei verfügbar.

Das Hauptdisplay hat eine Diagonale von 7,3 Zoll (18,5 cm) und eine Auflösung von 2152 × 1536 Pixeln. Der 4,6-Zoll-Frontbildschirm (11,6 cm) zeigt 1680 × 720 Pixel. Das Fold 5G wiegt 276 Gramm, zum Vergleich: Samsungs S10+ bringt 175 Gramm auf die Waage.

Insgesamt stecken sechs Kameras im Fold 5G: Vorne außen eine mit 10 Megapixeln, vorne innen zwei mit 10 und 8 Megapixeln (die zweite für den Bokeh-Effekt) und hinten drei mit 16 (Ultraweitwinkel, F.2.2), 12 (Weitwinkel, F1,5/F2,4) und 12 Megapixeln (Tele, F2,4). Die beiden 12-Megapixel-Kameras haben eine optische Bildstabilisierung.




Das Samsung Galaxy Fold 5G kommt in Deutschland am 18. September für 2100 Euro in den Handel. Erhältlich ist es in den Farben Schwarz und Silber. (jkj)