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Samsung Galaxy S8 angetestet: Gesichtserkennung lässt sich mit Foto überlisten

Die Samsung-Smartphone-Topmodelle Galaxy S8 und S8+ sind in der Redaktion angekommen - und beeindrucken mit ihrem nahezu randlosen Display. Weniger beeindruckend ist die wiedereingeführte Gesichtserkennung, die wir im Test leicht überlisten konnten.

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Samsung Galaxy S8 angetestet: Neues Face-Unlock lässt sich mit Foto überlisten
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Haptisch und optisch geben sich die beiden neuen Samsung-Smartphone-Topmodelle Galaxy S8 und S8+ keine Blöße: Die nahezu randlosen OLED-Displays sorgten in der Redaktion nach dem Auspacken der Testgeräte für einige Ohs und Ahs.

Bevor wir aber mit den echtes Tests starten, haben wir die neue Gesichtserkennungsfunktion ausprobiert – auch wenn "neu" etwas missverständlich ist: Den Face Unlock hatte Samsung bereits im 2012 erschienenen Galaxy S3 eingeführt, dann aber im mit einem Fingerabdrucksensor bestückten S5 wieder eingestellt. Google hatte eine Entsperr-Funktion per Gesichtserkennung auch schon mal in das Standard-Android aufgenommen – auch hier stellte sich schnell heraus, dass sich das Feature leicht umgehen ließ.

Im S8 startet Samsung nun ein Face-Unlock-Revival: Zusätzlich zu Fingerabdruck- und Iris-Scan kann man bei der Einrichtung auch das Entsperren per Front-Kamera aktivieren. In der Praxis funktioniert das richtig gut und vor allem deutlich schneller als bei vorherigen Geräten: Die Entsperrung dauerte im Test meistens nur einen Sekundenbruchteil und erkannte den Benutzer stets zuverlässig.

Ein im Netz kursierendes Periscope-Video lässt allerdings an der Sicherheit der Funktion zweifeln: Im Video entsperrte ein mexikanischer Live-Blogger mit dem Pseudonym Marcianopohone ein S8 mit einem anderen Smartphone, auf dessen Display ein Foto des Bloggers angezeigt wurde – unklar blieb allerdings, ob wirklich das Foto oder nicht vielleicht doch das versehentlich der Kameralinse zu nahe gekommene Gesicht des Live-Bloggers das S8 entsperrte.

Video: So haben wir die Gesichterkennungs-Entsperrfunktion überlistet.

Mit unserem S8-Testgerät (Kernel-Version 4.4.13-10895874 vom 12. März 2017) gelang es uns problemlos, die Gesichtserkennung mit einem auf einem S8+ angezeigtem Selfie auszutricksen (siehe Video). Um sicherzustellen, dass die Face-Unlock-Software nicht das echte Gesicht erkannte, hielt ein anderer Kollege das Smartphone vor die Linse.

In einem Statement gegenüber Ars Technica betonte Samsung, dass die Entsperrung per Gesicht zwar bequem sei – die höchste Sicherheitsstufe aber die beiden anderen Biometrie-Authentifizierungen bieten würden: Fingerabdruck- und Iris-Erkennung. Face Unlock könne zurzeit nur zum Entsperren des Smartphones verwendet werden, nicht aber für Secure Folders und Samsung Pay.

[Update 12. April 2017]

In einer Mail an heise online wies Samsung darauf hin, dass zum Marktstart ein Update für das Galaxy S8 und S8+ bereitstehen soll, in dem die Gesichtserkennung mit einem zusätzlichen Sicherheitsfeature versehen werde: In den Einstellungen für die Gesichtserkennung erscheine dann das Auswahlfeld „Faster Recognition“, das eine schnellere Erkennung ermöglicht berziehungsweise bei Deaktivierung die Sicherheit erhöhe.

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Sony Xperia XZ Premium

Sonys neues Top-Smartphone Xperia XZ Premium punktet nicht nur mit aktueller Hardware-Ausstattung, sondern auch mit seinem Display. Das unterstützt HDR und löst in UHD beziehungsweise 4K, also 3840x2160 Pixeln, auf. Mit dem 5,5-Zoll-IPS-Panel ist das Xperia XZ Premium eines der sehr wenigen Smartphones mit dieser Auflösung. Auch sonst fällt das Handy auf: das Gehäuse glänzt von allen Seiten und der Fingerabdrucksensor ist seitlich im Ein-Aus-Schalter verbaut. Das IP86-zertifizierte Glasgehäuse verträgt auch ein bisschen Wasser. Innen werkelt der top-aktuelle Qualcomm Snapdragon 835, dem 4 GB RAM zur Verfügung stehen.

(jkj)

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