CES

Samsung-Offensive fürs Smart Home: Überall Bixby und SmartThings

Der Sprachassistent und die IoT-Plattform des Unternehmens soll sich in diesem Jahr in den unterschidlichsten Produkten finden lassen.

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Samsung-Kühlschrank als IoT-Hub mit Sprachsteuerung.

(Bild: Samsung)

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Alle Geräte sind miteinander verbunden, gehorchen dem Nutzer aufs Wort und erahnen im Idealfall sogar seine Wünsche – dieses Bild einer besseren Zukunft zeichnete Samsung auf seiner diesjährigen CES-Pressekonferenz. Voraussetzung ist natürlich, dass die Menschen Geräte des Unternehmens nutzen. Die sollen nämlich bis 2020 nahtlos über die hauseigene IoT-Plattform SmartThings miteinander kommunizieren und sich dank Samsung intelligentem Sprachassistenzsystem Bixby intuitiv bedienen lassen.

Bei der Vorführung lief der SmartThings-Hub samt Bixby dann tatsächlich auf dem Fernseher, auf dem smarten Kühlschrank (davon will Samsung 2018 in den USA insgesamt 14 Modelle im Sortiment haben) und auf Smartwatches. Auf Samsungs Smart-TVs wird 2018 außerdem der "Universal Guide" eingeführt – ein Programmführer, der automatisch TV Programme und Inhalte passend zu den Sehgewohnheiten der Nutzer empfiehlt.

In einigen Ländern wird der SmartThings-Hub auch als eigenständiges Gerät angeboten. Auf den deutschen Markt dürfte er nicht mehr kommen.

(Bild: Samsung)

Weiterhin kündigte Samsung eine neue "SmartThings"-App für das Frühjahr 2018 an. Sie vereint sämtliche IoT-Anwendungen wie Samsung Connect, Smart Home und Smart View, um alle IoT-Geräte aus einer Hand zu verwalten und zu steuern. Die SmartThings-Cloud soll außerdem durch die Integration von Harman Ignite bald auch das eigene Auto in das vernetzte Leben einbinden.

Nun kann man solche Ankündigungen auf einer US-Messe häufig nicht ohne Abstriche auf den deutschen Markt übertragen. Wir fragten daher bei Samsung nach: Nach aktuellem Informationsstand dürfte es demnach SmartThings tatsächlich auf den deutschen Markt schaffen – wenn auch nicht zwangsläufig in der in den USA und Großbritannien verfügbaren Form. Dort kann man auch einzeln einen SmartThings-Hub erwerben, der unter anderem verschiedene Smart-Home-Protokolle beherrscht. In Deutschland wird hingegen wohl lediglich das angesprochene Konzept des Hubs auf dem Fernseher umgesetzt; die Steuerung der Geräte liefe dann voraussichtlich nur über die Cloud.

Schlechter sieht es aktuell für Bixby aus: Ob das Sprachassistenzsystem in lokalisierter Form bis zum Jahresende auf Fernsehern und anderer Unterhaltungselektronikgeräten zur Verfügung stehen wird, ist derzeit noch nicht klar. Die Vorzeichen stehen aber eher schlecht. (nij)