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Samsung Pay: Smartphone-Bezahldienst erfolgreich in Südkorea

Heimspiel für Samsung: Einen Monat nach Einführung von Samsung Pay in Südkorea wurden damit bereits Zahlungen in Millionenhöhe getätigt. Bald soll der Dienst in die USA kommen, wo schon die Konkurrenz von Apple und Google wartet.

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Samsung Pay: Smartphone-Bezahldienst erfolgreich in Südkorea

(Bild: Mastercard)

Offenbar schlägt sich Samsungs mobiler Bezahldienst Samsung Pay hervorragend in Südkorea, dem Heimatland des Konzerns: Nach dem Start am 21. August wurden bereits Transaktionen in Höhe von 30 Millionen US-Dollar (rund 27 Millionen Euro) über den Dienst getätigt, wie das Unternehmen mitteilte. Bis zum Stichtag 20. September sollen es ingesamt 1,5 Millionen Transaktionen gewesen sein.

"Die Resonanz lag deutlich über unseren Erwartungen“, erklärte der für Samsung Pay verantwortliche Manager Injong Rhee. 60 Prozent der Transaktionen seien dabei über das neue Smartphone Galaxy Note 5 getätigt worden. Rund 36 Prozent der Nutzer mit einem der Samsung-Geräte, das den Dienst unterstützt, bezahlten auch damit, zehn Prozent sogar täglich. Eine genaue Nutzerzahl nannte Samsung allerdings nicht. Samsung Pay läuft bislang auf Galaxy S6, S6 edge, S6 edge+ und Note5. Auch die Smartwatch Gear S2 soll damit bezahlfähig werden, allerdings nur an Terminals mit der Nahfunktechnik NFC.

Das System funktioniert nämlich nicht nur mit NFC, sondern auch mit Kassenterminals, die nur einen Magnetstreifenleser haben. Anfang des Jahres hatte Samsung dafür das Startup LoopPay übernommen: Bei dem Verfahren wird ein Signal erzeugt, das den Veränderungen des Magnetfelds ähnelt, die beim Durchzug der Karte durch das Lesegerät entstehen.

Gerade im US-Markt, wo die Magnetstreifen-Terminals noch sehr verbreitet sind, könnte das ein strategischer Vorteil gegenüber der Konkurrenz sein. Apple Pay und Android Pay von Google setzen beide nur auf NFC. Marktstart für Samsung Pay in den USA ist der 28. September.

Apple ist bereits seit Oktober 2014 in den USA mit seinem Bezahldienst tätig und seit Juli 2015 wird Apple Pay auch in Großbritannien genutzt. Konkrete Zahlen zu abgewickelten Volumina nannte Apple bislang nicht. Allerdings ließ das Unternehmen im Januar durchblicken, dass 2 von 3 kontaktlos bezahlten Dollar in den USA über Apple Pay liefen. Zu Googles Angebot Android Pay gibt es noch keine Zahlen, der Dienst startete erst vor rund zwei Wochen in den USA.

Samsung Pay soll nach den USA auch nach China, Großbritannien und Spanien kommen. Wann das für seine Kreditkartenmuffel bekannte Deutschland an die Reihe kommt, ist noch offen. Bislang lassen sich mit Samsung Pay hierzulande damit nur über aktuelle Smart-TV-Modelle etwa In-App-Käufe bezahlen. Mobiles Bezahlen an der Ladenkasse ist noch nicht verfügbar. (axk)

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