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MWC

Samsung bringt das nächste Galaxy S

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Am Vorabend des Mobile World Congress (MWC) stellte Samsung – wie erwartet – eine verbesserte Version seines 10-Millionen-Sellers Galaxy S vor: Das Galaxy S II kommt kommt mit einem 4,3 Zoll großen AMOLED-Plus-Display, Doppelkernprozessor, NFC-Hardware und 8-Megapixel-Kamera. Samsung hob vor allem die Fähigkeiten des neuen Displays hervor: Es soll nicht nur besonders kontrastreich und mit 0,01 ms Reaktionszeit extrem schnell sein, sondern vor allem nur rund 80 Prozent der Energie der ersten AMOLED-Bildschirme verbrauchen.

Galaxy S II mit Dual-Core und AMOLED-Plus-Display

Als Betriebssystem verwendet Samsung die aktuelle Android-Version 2.3 (Gingerbread) Samsung stellte die Business-Fähigkeiten des Galaxy S II in den Vordergrund: So soll sich das Smartphone – mit Hilfe von Sybase und Cisco – aus der Ferne administrieren lassen, auch ist die Fernlöschung des Geräts möglich. Kamera, Bluetooth, und auch die E-Mail-Einstellungen lassen sich vom Firmen-Administrator erledigen. Zu den weiteren Business-Funktionen gehören Active-Sync-Support, Global Address List Search und eine Blacklist für vom Anwender installierbare Apps.

Mittels Hardware-Verschlüsselung sollen die Daten auf der SD-Karte und auf dem 16 GByte fassenden internen Speicher auch im Verlustfall nicht in fremde Hände geraten. Kies 2.0, eine neue Version von Samsungs bislang eher ungeliebter Synchronisationssoftware, soll den Anwender beim Wiederfinden eines verlorenen oder gestohlenen Geräts unterstützen. Besitzer können das Galaxy S II zudem aus der Ferne sperren oder sich eine SMS mit der Mobilfunknummer einer neu eingesetzten SIM-Karte schicken lassen. Auch können sie einem Finder einen Textnachricht auf das Display schicken. Mit Kies 2.0 sollen Anwender nicht nur per USB Zugriff auf das Galaxy S II erhalten, sondern auch per WLAN.

An Bord ist auch die Samsung-Anwendung AllShare, die zur Verteilung von Multimedia-Dateien im LAN dient oder die Steuerung des heimischen Multimedia-Parks übernimmt. Samsung zeigte auch, dass sich das Galaxy S II vollständig per Sprache bedienen lässt, etwa um eine SMS zu verschicken. Flash 10.1 wird unterstützt – ein Adobe-Sprecher erklärte auf der Präsentation, dass er bis Ende des Jahres 130 Millionen Mobilgeräte erwarte, die dieses Format beherrschen.

Die Oberfläche bietet – vielleicht in Anlehnung an Windows Phone 7 – vier Hubs: Social, Games, Reader und Music. Beim Reader arbeitet Samsung mit dem Book-Shop von Kobo zusammen, bei den Spielen ist etwa EA dabei.

Für die Internet-Verbindung setzt Samsung auf HSPA+, die maximale Download-Rate soll 21,6 MBit/s betragen. Die Kamera bietet eine Auflösung von 8 Megapixel, Videos nimmt sie im Format 1080p auf. Die Frontkamera mit 2 Megapixel Auflösung dient für Videotelefonie. Überfüllte LANs im 2,4-GHz-Bereich müssen Nutzer nicht fürchten: Das Galaxy S II funkt auch im noch recht freien WLAN-Band um 5 GHz. Trotz Dual-Core-Prozessor und 1650-mAh-Akku ist das Galaxy S II nur 8,5 mm dick und damit fast einen Millimeter dünner als das iPhone 4; es wiegt 116 Gramm. Standby- und Sprechzeiten will Samsung gegenüber dem Vorgängermodell verbessert haben.

Das Gerät konnte bei einem kurzen Test durchaus überzeugen, die Software ist jedoch noch nicht im endgültigen Zustand: Einige Programme stürzten regelmäßig ab, die Geschwindigkeit der Internet-Verbindung konnten wir aufgrund mangelnder Funkversorgung nicht testen. (ll)