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Samsung dank Chip-Boom mit kräftigem Gewinnsprung

Die Speicherchips erweisen sich für Samsung weiter als Cash Cow. Schleppend lief es zuletzt im Smartphone-Geschäft.

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Samsung

Das Logo des Elektronikkonzerns Samsung am Eingang zur Firmenzentrale in Seoul.

(Bild: dpa, Yna/YONHAP NEWS AGENCY)

Die weltweite Nachfrage nach Speicherchips für Rechenzentren und Mobilgeräte hat Samsung ein Rekordergebnis beschert. Der Überschuss stieg im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 13,15 Billionen Won (10,2 Milliarden Euro), wie das südkoreanische Technologieunternehmen mitteilte. Der Betriebsgewinn kletterte um 21 Prozent auf 17,5 Billionen Won (13,5 Milliarden Euro) - das war ebenfalls Quartalsrekord. Mit Halbleitern verdient Samsung mit Abstand das meiste Geld.

Der Gewinn sei vor allem von der "anhaltenden Stärke des Speicher-Geschäfts" angetrieben worden, hieß es. Auch für das nächste Jahr präsentierte Samsung einen eher positiven Ausblick. Nach einem schwachen Start im ersten Quartal dürfte das Geschäft wieder anziehen, da sich das Umfeld besonders im Speichermarkt verbessern werde.

In der Sparte IT und mobile Kommunikation (Smartphones) lief es für den Technologieriesen erneut weniger gut. Trotz eines soliden Absatzes des Spitzenmodells Galaxy Note 9 sei der Verkauf von Smartphones im dritten Quartal stagniert. Der operative Gewinn ging den Angaben zufolge um 32 Prozent zurück. Vor allem der Verkauf von Produkten im mittleren und unteren Preissegment schwächelte. Samsung bekommt zudem weiter kräftig die Konkurrenz aus China zu spüren. Eine ähnliche Entwicklung wie bei Samsung lässt sich auch aus den aktuellen Geschäftszahlen von Konkurrent Sony ablesen. Die Japaner klagen auch über ein darbendes Smartphone-Geschäft.

Samsung habe in den Monaten Juli bis September 81 Millionen Handys verkauft, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Mehr als 80 Prozent seien dabei auf Smartphones entfallen. Mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft erwartet Samsung im vierten Quartal einen Verkaufsanstieg bei den Smartphones. Dabei wollen die Südkoreaner auch stärker von billigeren Computertelefonen profitieren, die mit technischen Merkmalen der teuren Modelle ausgestattet werden. Allerdings geht Samsung davon aus, dass der Gewinn aufgrund steigender Marketingkosten zurückgeht. Im nächsten Jahr werde die Nachfrage langsam anziehen. Das Geschäft dürfte dann den Angaben zufolge vor allem von den Premium-Modellen angetrieben werden.

(sea)