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Samsung: neues 3D-NAND, Riesen-SSD und irgendwas Schnelles

Samsung bereitete den Besuchern des Flash Memory Summit eine Überraschung: Nicht nur die vierte Generation des hauseigenen 3D-NAND und eine noch größere SSD stellten die Koreaner vor, sondern auch eine Konkurrenz zu 3D XPoint.

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Samsung: 3D-NAND, Riesen-SSD und irgendwas Schnelles

Die vierte Generation von Samsungs 3D-Speicher hätte man erwarten können, schließlich haben die Koreaner seit 2013 im Jahresrhythmus eine neue Generation herausgebracht. Dass Samsung auf dem Flash Memory Summit aber gleich mit einer neuen Technik ankommt, die mit 3D XPoint als Ersatz für Flash und DRAM konkurriert, hatte kaum jemand erwartet.

3D-NAND der vierten Generation wird nun in 64 Lagen gestapelt; erste Produkte sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Damit kommt Samsung wohl Toshiba zuvor, deren Serienproduktion eines 64-lagigen Flash-Speichers erst im kommenden Jahr startet. 512 GBit will Samsung auf einem Die unterbringen, die Geschwindigkeit des Speichers gibt Samsung mit 800 MByte/s an.

Mit 32 TByte ist die Samsung-SSD einer der derzeit größten. Nur Seagate hat ein noch größeres Modell angekündigt.

Wenig überraschend ist vielleicht auch, dass Samsung eine SAS-SSD mit 32 TByte Kapazität zeigt – denn im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen eine 16-TByte-Version vorgestellt und die Kapazität der Dies hat sich seitdem erhöht.

[Update:] Die PM1633a mit 15,36 TByte soll mittlerweile lieferbar sein, einige US-Online-Händler bieten sie für rund 10.000 US-Dollar an. [/Update]

Weitere Details zum Innenleben des 32-TByte-Modells verriet Samsung nicht; und das auf dem Stand gezeigte Muster dürfte auch nicht funktionsfähig gewesen sein: Der SAS-Anschluss sah aus, als ob jemand beim Einbau etwas zu viel Gewalt angewendet hätte. Die von Segate ohne konkrete Liefertermine angekündigte 60-TByte-SSD mit Micron-Flash steckt hingegen in einem 3,5-Zoll-Gehäuse.

Dann brachte Samsung noch eine Überraschung: Ein Z-SSD genanntes Produkt, dass sich irgendwo zwischen Flash-Speicher und DRAM ansiedelt. Welche Technik Samsung dabei verwendet, bleibt zunächst unklar: Teilweise wurde in den Folien von Z-NAND gesprochen, teilweise von PRAM, einer Technik ähnlich 3D XPoint.

Auf jeden Fall soll die Z-SSD deutlich schneller sein als klassische Flash-Speicher und vor allem eine deutlich niedrigere Latenz aufweisen. Die Z-SSD soll als Einsteckkarte (im Serverformat HL/HH) noch in diesem Jahr verfügbar sein. Zu den Preisen und den geplanten Kapazitäten gab es noch keine Informationen.

Weiterhin stellte Samsung eine Variante seiner NVMe-SSD PM1725 vor. Über einen Dualport-Controller lässt sich die PM1725a von zwei Hostadapern gleichzeitig ansteuern. Daten zu Marktstart oder Preisen konnten die Mitarbeiter auf dem Samsung-Stand noch nicht nennen.

Aber Samsung hält sich nicht nur an Standards, die Koreaner wollen wohl auch neue setzen. 2017 will das Unternehmen SSDs in einem neuen Formfaktor herausbringen. Mit 114 mm × 32 mm sollen diese Module besonders für flache Rack-Server mit einer Höheneinheit (1 HE) geeignet sein. Zudem steigt die maxiale Kapazität eines solchen Moduls: Während M.2 maximal Platz für 2 TByte bietet, sollen auf dem neuen Formfaktor bis zu 8 TByte Platz finden.

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(ll)