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Samsung vergällt das Galaxy Note 7

Samsung will mit einem Firmware-Zwangsupdate auch die letzten Besitzer des feuergefährlichen Phablets Galaxy Note 7 zur Rückgabe ihres Geräts bewegen. Das Update soll die Aufladefunktion für den Akku blockieren.

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Samsung vergällt das Galaxy Note 7
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Mit einem zwangsweise aufgespielten Firmware-Update will Samsung ab Ende März das feuergefährliche Phablet Galaxy Note 7 praktisch unbrauchbar machen. Das Update soll die Wiederaufladung des eingebauten Akkus komplett blockieren, sodass sich das Gerät danach nur noch mit verbundenem Netzteil betreiben lässt.

September 2016 hatte der Hersteller das Galaxy Note 7 wegen zahlreicher Brandfälle zunächst in den USA und kurz darauf auch in Deutschland zurückgerufen. Der Rückruf verspricht den betroffenen Gerätebesitzern im Austausch für ihr Risikogerät ein neueres Phablet mit sicherem Akku oder ein Alternativgerät. Nach südkoreanischen Medienberichten vom Februar arbeitet Samsung an einer Note-7-Version mit sicheren 3200 mAh-Akkus an Stelle der gefährlichen 3500-mAh-Energiespeicher.

Viele Besitzer scheinen allerdings die Brandwarnungen zum Note 7 nicht ernst zu nehmen, deshalb hat der Hersteller schon einige Tage vor dem Rückruf ein Firmware-Update verbreitet, das die Akku-Kapazität auf 60 Prozent reduziert. Der Zweck dürfte nicht nur in der Gefahrenabwehr bei maximal teil-aufgeladenem Akku liegen, sondern auch im Anreiz für Benutzer, ihr Gerät auszutauschen. Laut Ankündigung hatte Samsung das Update zur kompletten Akku-Blockade bereits kurz vor Weihnachten 2016 herausgebracht, aber niemanden zum Aufspielen gezwungen. Der Mobilfunk-Provider Verizon hat es nicht einmal sofort verbreitet, "damit niemand über die Feiertage daran gehindert wird, etwa einen Notruf mit dem Gerät abzusetzen". (hps)

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