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Samsung verkauft in Europa keine Notebooks mehr

Es läuft nicht mehr in Europa, deshalb zieht sich Samsung vom PC-Markt auf dem alten Kontinent zurück. Ob das der erste Schritt zur Aufgabe des kompletten Geschäftsbereichs ist, sagen die Südkoreaner nicht.

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Nach Sony zieht sich ein weiterer namhafter Hersteller aus dem PC-Geschäft zurück – zumindest teilweise: Samsung stellt den Verkauf von Notebooks in Europa ein. Es passe sich damit an "aktuelle Marktbedürfnisse und Anforderungen" an, erklärte das Unternehmen am Mittwoch gegenüber der dpa und bestätigte damit einen Bericht des britischen Fachmagazins PC Advisor vom Dienstag. Neben Windows-Laptops wird Samsung demnach in Europa auch keine Chromebooks mehr verkaufen.

Zuletzt hatte Samsung auf der CeBIT neue Notebooks im Gepäck.

(Bild: heise online/mue)

Unter anderem wegen der steigenden Verbreitung von Smartphones und Tablets ist das Geschäft mit PCs in den vergangenen Jahren massiv unter Druck geraten. Im vergangenen Jahr schrumpfte der weltweite PC-Absatz um rund zehn Prozent. Zuletzt gab es allerdings eine deutliche Erholung, unter anderem nachdem Microsoft die Unterstützung seines alten Betriebssystems Windows XP einstellte. Anbieter wie Lenovo, Hewlett-Packard oder Acer konnten davon profitieren.

Mit Samsung begibt sich der zweite Elektronikriese auf den Rückzug vom PC-Markt. Der Verkauf in Europa werde "vorerst" eingestellt, betonen die Südkoreaner. Der Schritt sei den regionalen Marktbedingungen geschuldet und lasse keine Schlüsse auf Pläne für andere Märkte zu. Sony hatte seine verlustreiche PC-Sparte im Februar gleich komplett an eine japanische Investmentgesellschaft verkauft, die in Japan bereits erste Modelle unter der bekannten Sony-Marke Vaio auf den Markt gebracht hat. (vbr)

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