Menü

Samsung will 2-Gigabit-DDR2-Chips noch 2007 in Serie fertigen

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 23 Beiträge
Von

Zunächst vor allem für den Einsatz in Servern sind die 2-Gigabit-Chips aus der 60-Nanometer-Fertigung interessant, deren Serienproduktion Samsung noch vor dem Jahresende starten will. Zwar gibt es schon 2-GBit-Bauelemente von einzelnen Chipherstellern (etwa von Hynix), aber diese bestehen aus zwei 1-GBit-Dice in einem Gehäuse (oder vier 512-MBit-Chips). Monolithische 2-GBit-Chips gibt es bisher nur im Musterstückzahlen, wenn man den Webseiten von Micron und Hynix glaubt. Die von Elpida bereits 2005 vorgeführten 2-GBit-Chips tauchen auf der Hersteller-Webseite noch nicht auf.

Monolithische 2-GBit-Chips mit feineren Strukturen versprechen günstiger in der Fertigung zu sein und höhere Taktfrequenzen zu erreichen; außerdem sind Speichermodule tendenziell sparsamer, je weniger Chips auf ihnen sitzen.

2-GBit-Chips ermöglichen die Herstellung von ungepufferten 4-GByte-DIMMs (aus jeweils 16 Bauelementen beziehungsweise 18, wenn sie auch redundante ECC-Daten speichern sollen) für Desktop-PCs und von SO-DIMMs für Notebooks; mit 1-GBit-Chips sind bisher höchstens 2 GByte auf ungepufferten DIMMs für PCs möglich.

Fully-Buffered-DIMMs aus 2-GBit-Chips können bis zu 8 GByte speichern – zurzeit erreichen FB-DIMMs aus 1-GBit-Chips maximal 4 GByte. Registered DIMMs (RDIMMs) für Server gibt es bereits mit 8 GByte, aber entweder als Quad-Rank-DIMMs oder aus den erwähnten Dual-Die-Chips, die beide nur auf speziellen Serverboards laufen.

Der jeweilige Speichercontroller muss die 2-GBit-Chips ansteuern können. Intel beispielsweise hat den Quad-Socket-Chipsatz 7300 für Xeon-MP-Systeme für 2-GBit-Chips ausgelegt, auf 32 FB-DIMMs soll er bis zu 256 GByte RAM ansteuern können. (ciw)