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Samsung will Importverbot für Nvidia-Chips

Der südkoreanische IT-Riese sieht seine Patente verletzt und verklagt seinen Rivalen nun vor der internationalen Handelskommission der Vereinigten Staaten.

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Samsung

(Bild: dpa, Yonhap)

Anfang September hatte Nvidia vor einem US-Bezirksgericht sowie der ITC (International Trade Commission, Internationale Handelskommission der Vereinigten Staaten) eine Patenrechtsklage gegen Qualcomm und Samsung eingereicht. In diesem Rahmen verlangte die GPU-Schmiede auch ein Importverbot für aktuelle Galaxy-Smartphones, die Qualcomms Snapdragon-GPUs oder Samsungs Exynos-Prozessoren nutzen.

Nun komplettiert Samsung seinen Gegenschlag: Nachdem die Südkoreaner bereits am 4. November eine Patentklage gegen Nvidia bei einem Bezirksgericht in Virginia erhoben hatten, die Nvidia vorwirft, mit der tragbaren Shield-Konsole bis zu acht Samsung-Patente zu verletzen, folgt nun eine weitere vor der ITC. Samsung fordert darin ein Importverbot für Nvidia-GPUs in die Vereinigten Staaten. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg werden auch Biostar und Elitegroup in der Klage genannt. Ob dies bedeutet, dass Samsung dieses Mal Nvidias Desktop-Produkte im Visier hat, ist derzeit unklar.

Das Klagen vor der ITC ist für Unternehmen attraktiv, weil die Verfahren dort häufig schneller abgeschlossen werden als Gerichtsprozesse. Außerdem kann die Behörde sofort ein Einfuhrverbot verhängen. (bkr)

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