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Samsungs Android-Geräte bekommen Verschlüsselungstechnik Knox

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Das vor rund einem halben Jahr vorgestellte Verschlüsselungstechnik Knox war bisher nur für große Unternehmen verfügbar, was sich nun ändert: Samsung installiert Knox auf den am gestrigen Mittwoch vorgestellten Android-Geräten Galaxy Note 3 und Note 10.1 (2014). Zudem sollen Galaxy S3, S4 und Note 2 in naher Zukunft ein Update mit Knox bekommen. Samsung spricht explizit nur von "High-End Smartphones", will also sicherheitsbewusste Privatpersonen und Unternehmen zu den teuren Geräten locken.

Knox erinnert Auguren stark an BlackBerry Balance: Beide Systeme errichten eine geschützte Partition am Handy, die vor dem Zugriff von "minderprivilegierten" Applikationen sicher ist. So ist sichergestellt, dass private Apps (Stichwort piratierte Spiele) und die zu ihnen gehörenden Werbemodule kein Unwesen mit den Daten des Unternehmens treiben.

Im Hintergrund arbeiten die Südkoreaner zudem daran, die Technik weiter aufzurüsten. Dabei soll der US-Sicherheitsexperte Lookout aushelfen. In Zukunft soll Knox alle Funktionen von Lookout Mobile Security bieten: Die App enthält einen "Virenscanner", ein Ortungsmodul und eine Funktion zum automatischen Formatieren von verlorengegangenen Telefonen.

Das Konzept des "Bring your own Device" wird nicht nur in den USA beliebter. Leider geht damit immer das Risiko des Datenverlusts einher: Kostenlose Apps nutzen die Informationen auf dem Telefon zur Monetarisierung, verärgerte Ex-Angestellte teilen die Daten mit ihrem neuen Chef. Knox dürfte daher Samsungs Marktposition verbessern, denn die Geschäftsdaten schlummern auf Knox-fähigen Telefonen in einer sicheren und vor Missbrauch geschützten Partition. (jow)