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Samsungs neue UHD-Fernseher empfangen DVB-T2

Ältere TV-Geräte werden den anstehenden Systemwechsel bei DVB-T nicht ohne Hilfsmittel schaffen. Samsung baut in seine neuen Fernseher schon die passenden Tuner ein.

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Samsung demonstriert in Berlin den Empfang der DVB-T2-Testausstrahlung.

(Bild: c't/nij)

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Samsung will seine UHD-Fernseher ab Baujahr 2015 mit passenden Empfangsteilen (Tunern) für DVB-T2 ausstatten. Das kündigte Samsung am Mittwoch auf einer Veranstaltung in Berlin an. Der Hersteller verstärkt sein UHD-TV-Engagement massiv: Hatte Samsung im vergangenen Jahr in Deutschland insgesamt (je nach Zählweise mit und ohne Sondereditionen) rund 15 verschiedene Modelle in unterschiedlichen Größen im Sortiment, sollen in diesem Jahr ungefähr drei Mal so viele Modelle auf den hiesigen Markt kommen. 80 Prozent des UHD-TV-Sortiments soll bis Ende April erhältlich sein, der Einstiegspreis für den kleinsten UHD-Fernseher mit 40 Zoll Diagonale soll bei etwa 700 Euro liegen.

Der Systemwechsel beim terrestrischen Antennenfernsehen rückt näher: DVB-T2 wird zurzeit in Berlin getestet; ab Mitte 2016 wollen einige Sender in dem neuen Format ausstrahlen. Bis Ende 2018 soll DVB-T2 dann in den Regelbetrieb gehen und DVB-T auslaufen.

Die neue DVB-T-Version nutzt nicht nur eine bessere Modulation, wodurch sich mehr Daten übertragen lassen. Vor allem kommt hier bei den Öffentlich-Rechtlichen mit HEVC alias H.265 ein besonders effizientes Kompressionsverfahren zum Einsatz. Damit ist es künftig möglich, auf terrestrischem Wege hochaufgelöstes Fernsehen (HDTV) zu empfangen.

Für die Umstellung müssen die Sender das begehrte Spektrum im 700-Mhz-Band räumen, das als "zweite digitale Dividende" dem Breitbandausbau zu Gute kommen soll. Noch ist nicht klar, ob die Umwidmung des Spektrums wie gewünscht klappt: Die ARD will die Frequenzen noch bis Mitte 2019 nutzen und hatte zudem prognostiziert, dass es bezahlbare DVB-T2-Receiver erst aber 2016/2017 geben wird. (nij) / (vbr)