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Sanktionen gegen Huawei: Trump will Status "rechtzeitig" klären

Eigentlich wurde die US-Blockade gegen Huawei aufgehoben, US-Unternehmen wissen aber trotzdem nicht, was sie dürfen. Das soll sich ändern.

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(Bild: Rad K/Shutterstock.com)

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US-Präsident Donald Trump hat den Chefs mehrerer IT-Unternehmen bei einem Treffen zugesagt, "rechtzeitig" zu prüfen, ob sie wieder an Huawei verkaufen dürfen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters nach dem Treffen am Montag. Bei dem Treffen anwesend waren demnach neben Trump, Handelsminister Wilbur Ross und Finanzminister Steven Mnuchin die CEOs von Cisco, Intel, Broadcom, Qualcomm, Micron, Western Digital und Google. Hintergrund seien die immer noch ungeklärten neuen Regeln für den Umgang mit dem chinesischen Mobilfunkausrüster, der ins Visier der US-Regierung geraten war.

Trump hatte Huawei im Mai auf eine schwarze Liste gesetzt und somit allen US-Unternehmen die Geschäftsbeziehungen zu dem Telekommunikationsriesen untersagt. Danach stellten zahlreiche Hardwarehersteller die Lieferungen von Bauteilen an Huawei ein, auch Google legte seine Geschäftsbeziehungen mit Huawei auf Eis. Problematisch war für das Unternehmen vor allem der eingeschränkte Zugriff auf das Mobilbetriebssystem Android. Die USA werfen Huawei Spionage vor, das chinesische Unternehmen streitet diese Vorwürfe ab.

Ende Juni wurde die Blockade gegen Huawei zwar aufgehoben, der aktuelle Handelsstatus zwischen den USA und Huawei ist allerdings noch immer unklar. Das US-Handelsministerium hat Huawei auf der Liste belassen und will Lizenzen für Geschäfte ausstellen, bei denen die nationale Sicherheit der USA nicht bedroht ist. Solche Lizenzen sollen in den kommenden Wochen abgezeichnet werden, hatte Reuters berichtet. Ein Bericht, demzufolge Huawei Nordkorea beim Aufbau eines kommerziellen 3G-Mobilfunknetzes geholfen hat, könnte nun aber Gegnern dieser Entspannung in die Hände spielen, meint Reuters. Denn Huawei hätte damit gegen US-Sanktionen verstoßen. (mho)