Satelliten-Internet: OneWeb soll vor der Pleite stehen

Ab 2021 wollte OneWeb mit 650 Satelliten weltweit Breitband-Internet anbieten. Nun könnte das Geld zur Neige gehen.

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Vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur sollen am Samstag 34 weitere OneWeb-Satelliten ins All gebracht werden, um eines Tages in 1.200 km Höhe um die Erde zu kreisen.

(Bild: NASA (Aubrey Gemignani))

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Am Samstag möchte OneWeb 34 Satelliten in den Orbit schießen lassen. 40 kreisen dort bereits, 650 sollen es werden, mit denen rund um den Globus Breitband-Internet geliefert werden kann. Doch laut Bloomberg herrscht bei dem Unternehmen Geldmangel. Es bereite bereits einen möglichen Antrag auf Gläubigerschutz vor.

Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf Eingeweihte. Gleichzeitig suche OneWeb auch nach neuen Geldquellen oder einem Käufer. [Update 20:43 Uhr:] "OneWeb konzentriert sich voll auf den bevorstehenden Raketenstart am Samstag, und wir werden Gerüchte und Spekulationen nicht kommentieren", reagierte das Unternehmen gegenüber heise online. [/Update] Die Firma mit Sitz in London ist eine Tochter des japanischen SoftBank-Konzerns und anderer Investoren, darunter Airbus, das auch Satelliten liefert.

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Ursprünglich wollte OneWeb 900 Satelliten starten, dann war nur noch von 650 die Rede. Erst wenn genügend Satelliten in der Umlaufbahn an ihre korrekte Position im Netzwerk manövriert worden sind, kann der Betrieb starten. Produktdemonstrationen wollte das Unternehmen noch dieses Jahr zeigen, der reguläre Betrieb sollte nächstes Jahr aufgenommen werden. Der Start der Rakete wird live auf YouTube übertragen werden. (ds)