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Schadprogramm in Netzwerk von US-Stromversorger entdeckt

US-Geheimdienstkreise machen russische Regierungshacker für das Infiltrieren der Schadsoftware verantwortlich, bleiben den Beweis aber schuldig.

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(Bild: dpa, Oliver Berg/Symbol)

Im Netzwerk eines Stromversorgers im US-Bundesstaat Vermont ist ein Schadprogramm entdeckt worden, das die USA der mutmaßlichen russischen Hackeroperation zuordnen. Der Code sei jedoch nicht benutzt worden, um den Betrieb des Stromnetzes zu stören, berichtet die Washington Post unter Berufung auf Regierungsbeamte. Wann genau die Malware entdeckt wurde, lässt der Bericht offen.

Die US-Regierung beschuldigt russische Geheimdienste, hinter Hackeroperationen während des Präsidentschaftswahlkampfes zu stehen. Die Behörden hätten den Schadcode, den die Hacker bei den Angriffen benutzt haben sollen, mit Versorgern im gesamten Land geteilt, berichtet die Zeitung weiter. Daraufhin sei er in Vermont entdeckt worden.

Die Vorwürfe der US-Regierung gegen Russland beruhen auf Geheimdiensteinschätzungen, die kaum unabhängig zu überprüfen sind, weil die Dienste keine Beweise herausgeben. Eine eindeutige Zuordnung zu einem Herkunftsland oder einer speziellen Hackergruppe ist nach Überzeugung von Experten in den meisten Fällen mit herkömmlichen Methoden kaum noch möglich. (db)