Scharf, schärfer, 4000 dpi: Bildschirme auf der Displayweek

Full HD, Quad HD, 4K, 8K? Kinderkram! Auf der Displayweek zeigt Boe ein 82-Zoll-TV mit 10K-Auflösung. Die Pixeldichte des Riesen-LCDs ist allerdings nichts im Vergleich zu der von Mikrodisplays – eines zechnet mit 4000 dpi extrem naturgetreu.

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Von
  • Ulrike Kuhlmann

Die chinesischen Hersteller beweisen auf der Displayweek, wie sie das Feld quasi von hinten aufrollen wollen. So zeigen nicht etwa LG, Samsung oder Sharp die fettesten Flachbildschirme, sondern Unternehmen wie China Star und Boe.

Letztere haben ein TV mit knapp 2,10 Metern Diagonale (82 Zoll) und 10-K-Auflösung mit nach San Jose gebracht. Das 21:9-formatige Display hat 10.240 × 4320 Pixel und gibt damit 44 Millionen Bildpunkte wieder. Wenn man ganz dicht vor dem Schirm steht, muss man schon fast die Lupe zücken, um einzelne Pixel zu erkennen.

Hochauflösende LCD auf der DisplayWeek (6 Bilder)

2,10 Meter im Breitformat: Boes 10K-Display beeindruckt mit fein gezeichneten Bildern.
(Bild: Ulrike Kuhlmann)

Die 10K im Boe-LCD sind allerdings gar nichts gegen die Schärfe des am Stand von Mikrodisplayspezialist Kopin gezeigten Kamerasuchers: Wenn man dort hineinschaut, wirkt das Bild sogar mit einem Auge dreidimensional – also so klar, dass man glatt vergisst, auf ein Display zu gucken.

Bei dem etwa 1,7 cm × 1,3 cm kleinen Mikrodisplay im elektronischen Sucher handelt es sich um ein ferroelektrisches LCoS (Liquid Crystal on Silicon). Diese reflektive LCD-Spielart ist besonders flink und kann so sequentiell angesteuert werden. Es zeigt die Farben dann ähnlich wie DLPs im Beamer sehr schnell nacheinander an. Das Mikrodisplay löst 2048 × 1536 Pixel auf und erreicht so eine Dichte von fast 4000 dpi. Jedes Pixel hat eine Kantenlänge von nur 8,2 Mikrometer respektive 0,0082 Millimeter. Entwickelt und produziert werden die Minibildschirme von Kopins schottischem Tochterunternehmen Forth Dimension Displays. (uk)