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Schlag gegen das Darknet: US-Justiz beschlagnamt Waffen und Drogen

In der ersten gemeinsamen bundesweiten Undercover-Aktion gegen Händler im Darknet haben US-Behörden mehr als 35 Verhaftungen durchgeführt.

Schlag gegen das Darknet: US-Justiz beschlagnamt Waffen und Drogen

An den Ermittlungen im Darknet waren Staatsanwälte und Behörden aus den gesamten USA beteiligt.

(Bild: Pixabay )

Strafverfolgungsbehörden in den USA haben einen Schlag gegen Darknet-Händler ausgeführt und Waffen, Drogen sowie andere illegale Güter im Wert von mehr als 23,6 Millionen US-Dollar (umgerechnet etwas 20,3 Millionen Euro) beschlagnahmt. Dabei handelt es sich laut US-Justizministerium um die erste landesweit koordinierte Undercover-Aktion gegen Untergrundmarktplätze im sogenannten Darknet. Die Ermittlungen hatten sich über ein Jahr hingezogen und resultierten in mehr als 35 Verhaftungen in den US-Bundesstaaten New York, Kalifornien, Maryland, Vermont und Ohio.

Special Agents des Heimatschutzministeriums (DHS) hatten sich als Geldwäscher auf verschiedenen Untergrund-Marktplätzen ausgegeben und angeboten, US-Dollar in Bitcoins zu wechseln. Auf diese Weise gelangten sie an persönliche Informationen von Anbietern illegaler Waren. Die Vorgehensweise resultierte in 90 Ermittlungen, die zusammen mit über 40 örtlichen Staatsanwaltschaften weiterverfolgt wurden. Unter anderem waren Inspektoren der US-Bundespost daran beteiligt, illegale Waren sicherzustellen. Neben diversen Betäubungsmitteln fielen den Beamten auch über 100 Schusswaffen in die Hände, darunter befand sich neben mehreren Sturmgewehren auch ein Granatwerfer.

Bei den Händlern wurden zusätzlich mehrere Millionen Dollar in Bargeld und Goldbarren sichergestellt. Die Beamten beschlagnahmten zusätzlich fünf Autos, die mit den Erlösen der illegalen Geschäfte gekauft worden waren. Außerdem stellten sie insgesamt fast 2000 Bitcoins (aktueller Gegenwert mehr als 10 Millionen Euro) sicher. Einige der Gauner hatten wohl nebenbei versucht, sich mit Bitcoin Mining etwas dazu zu verdienen, denn den Beamten fiel auch Mining-Hardware in die Hände. Zu den bei der Aktion untersuchten Marktplätzen gehören Silk Road, AlphaBay, Hansa Market und der Untergrund-Marktplatz Dream. Laut Justizministerium sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. (fab)

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