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Schleswig-Holstein: Beim Glasfaserausbau ist der Norden weit vorn

Glasfaser ist das Zauberwort für schnelles Internet. Der Norden ist hier ganz gut im Rennen. Beim Netzausbau will Minister Buchholz noch mehr Tempo machen. Er sieht bei dem Thema noch Reserven.

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Netzausbau - Glasfaserkabel

Glasfaser-Ausbau: Schleswig-Holstein sieht sich als Vorreiter

(Bild: dpa, Jens Büttner/dpa)

Auf dem Weg zu einer flächendeckenden Versorgung mit schnellem Internet sieht sich Schleswig-Holstein als ein Vorreiter in Deutschland. Von seiner Strategie und seinen Fortschritten könne die ganze Bundesrepublik lernen, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) der Deutschen Presse-Agentur. "Bereits seit fünf Jahren verfolgen wir kein Bandbreitenziel, sondern das Infrastrukturziel "Glasfaser bis in die Gebäude und Haushalte"." Mittlerweile könnten sich bereits 32 Prozent aller Haushalte im Norden an das Glasfasernetz anschließen lassen, sagte Buchholz.

2020 sollen es 50 Prozent sein und 2022 dann 62 Prozent. Für 2025 sei das Ziel eine weitgehende flächendeckende Versorgung, wobei der Minister auf eine Beschleunigung des Ausbaus setzt. Mit dem bisherigen Stand liege Schleswig-Holstein weit über dem Bundesdurchschnitt von derzeit etwa 7 Prozent.

Die klare Zielvorgabe in Richtung Glasfaser und starke regionale Akteure wie Stadtwerke, Breitbandnetzgesellschaften und kommunale Zweckverbände hob Buchholz als Erfolgsfaktoren hervor. Hinzu komme eine effiziente Koordination des Glasfaserausbaus durch das in Kiel ansässige Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein, die Investitionsbank und das Land. Ein Zinssubventionierungsprogramm, das noch aufgestockt werden soll, und Fördermittel des Bundes trügen ebenfalls zum Erfolg bei. Das Land fördert den Netzausbau von 2014 bis 2020 insgesamt mit 70 Millionen Euro, die neue Regierung wird bis 2022 weitere 50 Millionen Euro drauflegen.

"Bei diesem Thema ziehen bei uns alle an einem Strang", sagte Buchholz. Dem für den Glasfaserausbau geschmiedeten Bündnis gehörten mittlerweile mehr als 55 Unternehmen und Institutionen an. Wichtig sei mittelfristig auch besonders ein Glasfaserausbau in den Städten. "Dazu müssen auch die am Ausbau beteiligten Unternehmen ihren Beitrag leisten", sagte der Minister. Zudem könne auch die Kooperation mit der Wohnungswirtschaft noch ausgebaut werden. (dpa) / (bme)

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