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Schluss für Shockwave: Adobe beendet Support

Der Shockwave Player von Adobe hat sein "End of Life" erreicht. Zuletzt fiel die Software nur noch durch Sicherheitslücken auf.

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Schluss für Shockwave Player: Adobe beendet Support

Der Shockwave Player von Adobe machte in jüngster Vergangenheit nur noch durch Sicherheitslücken auf sich aufmerksam. Nun ist endgültig Schluss: Am Dienstag erreichte die Software ihr "End of Life". Der Player steht ab sofort nicht mehr zum offiziellen Download zur Verfügung. Updates gibt es keine mehr, ebenso keinen Support – mit einer Ausnahme: "Unternehmen mit bestehenden Enterprise-Lizenzen für Adobe Shockwave erhalten bis zum Ende ihrer laufenden Verträge weiterhin Unterstützung", schreibt Adobe. Spätestens im Jahr 2022 ist auch damit Schluss.

Shockwave war eine Multimedia-Plattform für interaktive Anwendungen und Videospiele im Browser. Das endgültige Aus für die Software hatte Adobe Anfang des Jahres angekündigt. Das Authoring-Werkzeug für Shockwave war schon vor zwei Jahren eingestampft worden. Ursprünglich wurde das Shockwave-Format von MacroMind entwickelt. Im Jahr 1993 übernahm Macromedia die Firma samt Shockwave-Entwicklung; 1995 erschien dann der erste Shockwave Player. Adobe kaufte Macromedia im Jahr 2005, ein "Knalleffekt der besonderen Art".

Als Alternative zum veralteten Shockwave Player empfiehlt Adobe nun die Tools seiner Creative Cloud. Sie setzen auf HTML5, WebGL und andere moderne Techniken, um interaktive Inhalte ins Web zu bringen. Sie sind es auch, die Shockwave (und Flash) im Laufe der Zeit überflüssig gemacht haben. Dank Shockwave gab es immerhin aber 3D-Shooter im Browser, was damals durchaus beeindruckte. Doch dann geriet Shockwave immer mehr in Vergessenheit – an seine Existenz erinnerten zuletzt nur noch regelmäßige Sicherheitslücken, viele davon kritisch.

Der Shockwave Player war der große Bruder des Flash Player – den will Adobe 2020 in Rente schicken. Ein genaues Datum gibt es jedoch noch nicht. (dbe)