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Schnäppchen-Check: Das taugen die Amazon-Deals zur Gamescom

Amazon Gaming Week

Zur Gamescom bietet Amazon PC- und Konsolenspiele sowie Gaming-Hardware günstiger an. Zwischen starken Angeboten finden sich aber auch Pseudo-Schnäppchen.

Pünktlich zur Gamescom 2018 in Köln beginnt Amazon die Gaming Week [1], die mit Angeboten aus den Bereichen Gaming-PCs und -Peripherie sowie PC- und Konsolen-Spielen lockt. Spielebegeisterte bekommen während der Gamescom unter anderem Monitore, Gaming-Laptops, Mäuse, Tastaturen und aktuelle Spiele teilweise erheblich günstiger. Auch mit Rabatten auf Gaming-Sitze, Kopfhörer und CPUs wirbt der Versandhändler.

Während einige der Schnäppchen tatsächlich überzeugen, halten andere einem prüfenden Blick nicht stand. Wir haben einige empfehlenswerte Schnapper herausgesucht, aber auch Beispiele dafür, wie es nicht laufen sollte.

Hinweis: Mit einem * markierte Links führen zu Online-Shops, die für vermittelte Verkäufe eine kleine Provision zahlen. Der Kaufpreis erhöht sich dadurch nicht!

Wie ein echtes Schnäppchen auszusehen hat, zeigt der Gaming-Monitor Acer XF270HUA* [2], der im Rahmen der Gaming Week für 379 Euro zu haben ist. Das matte Display des 27-Zoll-Monitors bietet unter anderem eine Reaktionszeit von 4ms, sRGB-Farbraumabdeckung, eine WQHD-Auflösung mit 2560x1440 Bildpunkten, eine Bildwiederholfrequenz von maximal 144Hz sowie Anschlüsse für HDMI 2.0, DVI, USB 3.0 und DisplayPort. Im Lieferumfang sind neben dem Monitor auch DVI-, DisplayPort- und USB-Kabel enthalten. Der Acer XF270HUA kostete bei Markteinführung rund 500 Euro und ist mit 379 Euro zu einem neuen Tiefstpreis erhältlich.

Update vom 23.08.: Inzwischen hat Amazon den Preis des Monitors auf 429,00 Euro angehoben.

Der Rabatt von 450 Euro auf einen Gaming-Laptop von MSI* [3] (1.549 Euro statt 1.999 Euro) sieht nur auf den ersten Blick gut aus. Der Preis wurde nämlich eine Woche vor Angebots-Beginn auf 1.999 Euro angehoben, um ihn pünktlich zur Gaming Week wieder zum alten Preis anzubieten – und zwar mit einer dicken Rabatt-Auszeichnung.

heise Preisvergleich

Der Preisverlauf des Gaming-Laptops MSI GP73 8RF-296 zeigt ein Mogel-Schnäppchen.

(Bild: heise Preisvergleich [4] )

Ganz ähnlich sieht das bei den Top-Modellen der aktuellen Prozessor-Generation von AMD* [5] aus. Viele Ryzen-Prozessoren von AMD sind bei Amazon nicht günstiger als bei anderen Anbietern. Ein gutes Beispiel dafür ist der AMD Ryzen 7 1700X, ein beliebter Prozessor für Gaming und Streaming, mit 8 Kernen und einer Prozessorgeschwindigkeit von 3,4GHz. Den Ryzen 7 1700X gibt es für rund 260 Euro bei Amazon, während andere Anbieter rund 50 Euro weniger verlangen.

Die folgende Tabelle zeigt einige (vermeintliche) Gaming-Week-Schnäppchen im Vergleich mit anderen Anbietern.

Gute Nachrichten gibt es wiederum für jene, die Spiele-Nachschub* [6] für den heimischen PC oder die Konsole benötigen. Unter den reduzierten Titeln sind etwa die Shooter-Reihe Far Cry* [7], das Arcade-lastige Rennspiel The Crew 2* [8], der rasante Jump'n'Run-Klassiker Crash Bandicoot* [9] oder der Ego-Shooter Wolfenstein II: The New Colossus* [10]. Je nach System – PC, Xbox One, Playstation 4 oder Switch - schwanken die Preise ein wenig, die meisten der Titel sind aber günstiger als bei der Konkurrenz zu haben.

Für XBox-Spieler gibt es außerdem 6 Monate Xbox Live Gold [11]* zum Preis von 3 Monaten. Das Angebot läuft noch bis zum 21.08.2018 um 23:59 Uhr.

Das eigene Spielerlebnis kann nicht zuletzt von adäquatem Werkzeug, sprich Maus, Tastatur oder Controller* [12], profitieren. Eine gute Haptik etwa bietet die Gaming-Maus Razer DeathAdder* [13], die über fünf programmierbare Tasten sowie einen 6400-dpi-Sensor verfügt. Im Zeitalter der bunt-blinkenden Bausatz-Mäuse zum selber konfigurieren, die nicht selten mit Gewichten, zusätzlichen Ablageflächen für die Finger und allerlei Spoilern daherkommen, wirkt die DeathAdder herrlich simpel und bodenständig – ist sie auch. Für rund 38 Euro bietet die Maus zudem ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis – gerade vor dem Hintergrund, dass sie zwischenzeitlich gar nicht oder nur für etwa 300 Euro erhältlich war.

Augen auf beim Schnäppchen-Kauf – so sollte das Motto beim Durchstöbern der Gaming-Week-Angebote stets lauten. Zwar sind einige der Schnäppchen durchaus gut, aber eben nicht alle. Inwieweit man auf die Mogelpackungen hereinfällt, liegt in der Hand jedes Einzelnen: Pseudo-Schnäppchen wie die hier beschriebenen lassen sich leicht enttarnen, indem man vor dem Kauf die Preise vergleicht [14]. (sem [15])


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[14] https://www.heise.de/preisvergleich/?hocid=newsticker&wt_mc=intern.newsticker.textlink-pvg.pvg_unbekannt
[15] mailto:sem@heise.de