Schnäppchen-Schlacht von Aldi, Plus und Dell

Die neuen Schnäppchen-PCs von Aldi (Medion Titanium MD XL), Dell (Dimension 4550) und Plus (4MBO P.C.V.O. 2400+) im Vergleichstest.

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  • Georg Schnurer

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Dell Dimension 4550, Aldi Medion Titanium MD XL, Plus 4MBO P.C.V.O. 2400+

Manchmal macht es richtig Spaß, PC-Käufer zu sein. Gerade jetzt ist es wieder einmal so weit: Der Discounter Aldi, die Handelskette Plus und sogar der sonst so um Seriosität bemühte Direktversender Dell überbieten sich mit prall ausgestatteten Sonderangebot-PCs (siehe auch: Discount-PCs: Von der Schnäppchenschlacht zur Schlammschlacht). Die c't-Redaktion hat sich die drei Systeme besorgt und getestet; angetreten sind der Medion Titanium MD XL von Aldi für 1199 Euro, der 4MBO P.C.V.O. 2400+ von Plus für 999 Euro und Dells Dimension 4550 für 1174,40 Euro.

Den Anfang im Schnäppchen-Reigen macht der neue Aldi-PC. Er wird ab dem heutigen Mittwoch in Norddeutschland und ab Donnerstag dann in Süddeutschland verkauft. Dass wir den Rechner überhaupt schon vor dem Verkaufsstart testen konnten, verdanken wir nicht etwa Aldi, sondern einem Feiertag in Sachsen. Dort wurde der Rechner bereits am Dienstag angeboten, was uns Gelegenheit gab, ihn aus Sachsen quasi nach Hannover zu importieren.

Der Titanium MD 8000 XL wurde wie seine Vorgänger von Medion gefertigt, die auch für den 36-monatigen Vor-Ort-Service verantwortlich zeichnen. Das System glänzt mit üppiger Ausstattung: Auf einem von MSI gefertigten Board mit SiS648-Chipsatz thront eine Pentium-4-CPU mit 2,66 GHz Taktfrequenz. Ihr stehen 256 MByte Hauptspeicher (PC2700-2533) und eine üppige Schnittstellenausstattung zur Seite. Neben dem inzwischen üblichen 5.1-On-Board-Sound mit digitalem SPDIF-Ein- und Ausgang bietet das Board auch noch drei 1394- und fünf USB-2.0-Ports. Der sechste USB-Port steuert den an der Gehäusefront untergebrachten Card-Reader, über dessen Einbauschacht auch noch drei USB-Ports, eine 1394-Buchse, der Game-Port, die TV-Eingänge und die Audio-Ein- und Ausgänge herausgeführt wurden.

Für flotte Grafik auch bei Spielen sorgt eine AGP-Steckkarte von MSI mit Nvidias Geforce4Ti4200-Chip und 128 MByte Bildspeicher. Die Ausstattung komplettiert ein DVD-Laufwerk, ein CD-RW-Brenner und eine kombinierte TV- und Modem-Karte. Neben dem Betriebssystem Windows XP in der Home-Edition legte Medion noch die MS-Works-Suite 2003 und diverse Software-Zugaben in den Karton. Eine detaillierte Beschreibung der Hard- und Software aller drei getesten Rechner findet sich in der [#daten Tabelle "Technische Daten"].

Aldi-Testlauf

Bereits bei der ersten Inbetriebnahme des neuen Aldi-PCs fällt auf, dass der Hersteller Medion sich unsere Kritik am letzten Rechner dieser Serie zu Herzen genommen hat: Der neue Aldi-PC ist erstaunlich leise. Im Betrieb erzeugt der Rechner einen Lärmpegel von gerade einmal 1,4 Sone (31,7 dBA), der unter Volllast auf 2,6 Sone respektive 39 dBA ansteigt. Das ist zwar immer noch nicht leise genug, um das Gerät ins Wohnzimmer zu stellen, für einen PC aus dem Supermarkt aber erstaunlich ruhig. Den Flüsterbetrieb verdankt das Gerät seinem Lüftungskonzept: Über eine im linken Seitenblech hinter einer Blende verborgenen Öffnung saugt der extragroße CPU-Lüfter kalte Außenluft an und bläst diese über einen Luftschacht auf den CPU-Kühler. Eine Regelung sorgt dafür, dass sich der 80-mm-Lüfter nur so schnell wie unbedingt nötig dreht.

Für weitere Lärmminderung zeichnet das Fortron-Netzteil verantwortlich. Der Hersteller hat hier einen langsam drehenden, 120 mm großen Lüfter eingebaut, der die Warmluft aus dem Gehäuse absaugt. Einzig der Lüfter auf der Grafikkarte hat noch konventionelle Ausmaße und ist deshalb deutlich hörbar. Störender als dessen Lärm ist allerdings das Zugriffsgeräusch der Festplatte. Bei unseren Tests erreichte diese 3,1 Sone (40,9 dBA). Ein leiseres Modell und eine besser gedämpfte Laufwerksaufhängung könnten hier Linderung bringen. Ebenfalls recht laut macht sich das CD-RW-Laufwerk bemerkbar. Hier ermittelten wir bei Zugriffen bis zu 6,3 Sone (50,6 dBA). Solange aber "48X" ein schlagkräftiges Verkaufsargument ist, wird man wohl mit dieser Lärmquelle leben müssen.

Als durchaus gelungen darf man das Design des Titanium MD 8000 XL bezeichnen. Der Tower hat eine schlichte Eleganz, die er vor allem den schicken Klappen vor den Laufwerken verdankt. Diese kaschieren geschickt die farblich nicht hundertprozentig passenden DVD- und CD-RW-Laufwerke, verhindern allerdings auch die Nutzung von deren Kopfhörerausgängen. Die Klappe vor dem Multimedia-Schacht mit Card-Reader und Co. passt prima ins Design, wirkte aber etwas klapprig.

Bei unseren Spiele- und Anwendungstests (siehe [#test Tabelle "Testergebnisse"]) schlug sich der Aldi-PC sehr gut -- angesichts der gebotenen CPU- und Grafik-Power war das aber auch nicht anders zu erwarten. Einiges Kopfzerbrechen bereiteten uns dagegen die Ergebnisse der Audio-Messungen. Die an der Geräterückseite herausgeführten Anschlüsse lieferten durchweg schlechtere Ergebnisse als die an der Gerätefront, wie die eingeklammerten Messwerte in der Tabelle zeigen. Eigentlich würde man erwarten, dass die über recht lange Kabel an die Gerätefront geführten Ein- und Ausgänge schlechter arbeiten. Weitere Rätsel gaben uns die SPDIF-Ports auf. Ein eingespeistes digitales 44,1-KHz-Signal landete auf dem Analogausgang mit einem Klirrfaktor von weit über drei Prozent, wogegen 48-KHz-Signale ohne erkennbare Verzerrungen weitergereicht wurden. Speicherte man das via SPDIF eingespeiste Signal dagegen auf der Festplatte zwischen, so hatten weder 44,1- noch 48-KHz-Signale Verzerrungen.

Aldi liefert seinen Rechner übrigens ohne Diskettenlaufwerk aus, ein mutiger Schritt, um einen weitere PC-Altlast über Board zu werfen. Wer partout nicht auf die kleinen Plastikscheiben verzichten kann und mit dem Rechner liebäugelt, braucht aber nicht zu verzweifeln: Auf dem Board befindet sich nach wie vor ein Floppy-Port und im Gehäuse ist auch noch Platz für ein 3,5"-Laufwerk. Die nette Optik ist nach dieser Umrüstung aber wohl perdü, passende Laufwerksblenden dürfte es kaum geben.

Zugaben: Boxen und Scanner

Neben dem Rechner bietet Aldi unter anderem auch noch einen Scanner und ein 5.1-Boxenset an. Bei letzterem handelt es sich um ein analoges Aktiv-Boxenset ohne Decoder. Fünf gleiche Satelliten mit Ein-Weg-Breitband-Lautsprecherchassis mit 50 mm Membrandurchmesser und ein Bassreflexgehäuse aus Holz mit eingebauten Verstärkern und der übrigen Elektronik stecken in dem für 39,90 Euro angebotenen Paket. Die Lautstärke ist an der Bassbox für Vorne, Hinten, Center und Bass getrennt regelbar. Im Akkustik-Labor ermittelten wir einen für Boxen dieser Preisklasse recht ordentlichem Frequenzgang von 60 Hz bis 16 kHz. Erst bei großer Lautstärke setzt weich ein leichtes Klirren ein. Der Bass wirkt ein wenig schwammig, aber für die Größe der Schachtel noch gut. Für Entertainment-Anwendungen und DVD-Beschallung ist das System völlig ausreichend. HiFi-Enthusiasten sollten hier aber besser nicht zugreifen -- doch die geben ja auch gerne weit mehr Geld aus.

Für rund 65 Euro bietet Aldi mit dem Medion 786 einen Scanner mit 1200 × 2400 dpi Auflösung an. Das flache Gerät beansprucht wenig mehr Platz auf dem Schreibtisch als ein DIN-A4-Blatt und wird per USB an einen Windows-PC (98 SE/ME/2000/XP) angekoppelt; ein externes Netzgerät übernimmt die Stromversorgung. Die Steuerung via Windows erfolgt mit einem schmucklosen Utility, das die Basisfunktionen Kopieren/Drucken, E-Mail, Texterkennung sowie Scannen bereitstellt; zudem lässt sich per selbstdefinierbarem Button ein beliebiges Programm aufrufen. Die Programmzuordnungen erfolgen automatisch, können aber auch manuell angepasst werden.

Die Knöpfe der Windows-Oberfläche entsprechen denen an der Gerätefront. Obendrein kann man damit Scanauflösung (75 bis 600 dpi), Helligkeit und Kontrast (-100 bis + 100) sowie Gamma korrigieren. Ein TWAIN-Modul erlaubt eine differenziertere Wahl der Scanparameter -- etwa Auflösungen zwischen 75 und 19200 dpi -- und die Festlegung von Scanausschnitt und Skalierung. Bei aufgewärmter Lampe dauert es etwa 11 Sekunden, bis die Vorschau sichtbar ist. Der Scan einer Textseite (DIN-A4) mit 200 dpi liegt nach 15 Sekunden vor, ein Foto im Format 12 cm × 18 cm hat der Medion bei 300 dpi Scanauflösung und 24 Bit Farbtiefe recht flott nach knapp 23 Sekunden abgetastet; für die Version mit 48 Bit und 600 dpi braucht er rund 72 Sekunden. Die effektive Auflösung beträgt nach c't-Messung 740 × 610 dpi -- ein für diese Preisklasse allemal befriedigendes Resultat.

Auf Wunsch arbeitet der Aldi-Scanner mit einer Farbtiefe von bis zu 48 Bit, was angesichts des Preises zu insgesamt ordentlichen Scans führt. Abgetastete Fotos fallen zwar etwas zu dunkel aus und zeigen einen leichten Rotstich, das lässt sich aber beispielsweise mit der beigefügten Bildbearbeitungssoftware PhotoExpress 4 SE von ULead beheben. Zur Texterkennung legt Medion TextBridge Pro in der Version 9.0 bei.

Dell hält gegen

In derselben Preisregion wie Aldi bietet Dell derzeit seinen Dimension 4550 via Internet an. Ordert man das Gerät dort, so erhält man einen Rabatt von 100 Euro. Damit kostet der Rechner inklusive Versandkosten 1174,40 Euro. Dafür bekommt man ein System mit 2,53-GHz-Pentium-4, stattlichen 512 MByte Hauptspeicher und einer kaum zu schlagenden Grafikkarte. Dell spendierte dem Rechner nämlich eine AGP-Karte mit ATIs neuem Radeon 9700 Chip, was dem Rechner zu Bestnoten bei unseren Spieletests verhalf.

Der eigentliche Knüller des sehr solide aufgebauten Systems ist der DVD-Brenner. Der Direktversender setzte das neue NEC-Laufwerk ND-1100A ein, das DVD+R-Scheiben mit bis zu vierfacher und DVD+RW-Rohlinge mit immerhin noch 2,4-facher Geschwindigkeit brennt. Für das Schreiben einer DVD benötigten wir bei unseren Tests knapp 14 Minuten, damit wird auch ein Vollbackup oder die Kopie einer DVD nicht mehr zur Geduldsprobe. Audio-CDs und DVDs las das Gerät übrigens recht flott ein -- keinesfalls eine Selbstverständlichkeit bei DVD-Brennern. Für einige Verwirrung sorgte allerdings der Name des Brenners. Unter der Bezeichnung "1100A" vertreibt NEC nämlich auch seinen brandneuen Kombi-Brenner, der sowohl DVD+R- als auch DVD-R-Scheiben nutzen kann. Das im Dell verbaute Modell kann aber nur mit DVD+R- beziehungsweise DVD+RW-Medien umgehen.

Auch Dell versucht, dem Dimension 4550 das Flüstern beizubringen. Der Prozessorkühler wird über einen Kanal mit kalter Luft angeblasen, die ein großer 80-mm-Lüfter an der Geräterückseite ansaugt. Im Netzteil sitzt ein weiterer Lüfter gleicher Größe, der Warmluft absaugt. Der dritte Lüfter im Bunde sitzt auf der Grafikkarte. Das Trio sorgt im Normalbetrieb für einen Lärmpegel von knapp 2,1 Sone (35,3 dBA), der unter Last auf 3,2 Sone ansteigt. Festplattenzugriffe sorgen für bis zu 2,6 Sone und der DVD-Brenner macht sich im Betrieb mit bis zu 3,2 Sone (44,3 dBA) bemerkbar. Der Dimension 4550 ist damit vor allem im Normalbetrieb hörbar lauter als das Gerät von Aldi. Hier fordert die hohe Grafikleistung offensichtlich ihren Tribut.

Bei den Soundmessungen schlug sich das System recht wacker: der Frequenzgang zeigte die Soundblaster-typischen Einbrüche und Buckel bei den Höhen, dafür waren Klirrfaktor, Dynamik und Rauschabstand aber hervorragend. Auch der fest mit 48 KHz arbeitende SPDIF-Ausgang funktionierte wie erwartet. Weniger gut gefiel uns die Systemkonfiguration: Dell hatte weder das Service-Pack für Windows XP noch den Intel Application Accelerator eingespielt -- schade eigentlich, den dieses Update sorgt für ein deutlich schnelleres Laden von Programmen.

Plus: Zweiter Anlauf

Erst am 2. Dezember kommt der zweite Volks-PC in die Plus-Filialen im Bundesgebiet. Wir konnten dennoch bereits einen Test mit einem der ersten Seriengeräte durchführen, die am Dienstag bei 4MBO vom Fertigungsband gelaufen sind. Der für 999 Euro angebotene PC arbeitet mit einem Asus-Board mit Nvidias nForce-2-Chipsatz, auf dem ein Athlon 2400+ thront. Zwei 128-MByte-Speicherriegel von Samsung (PC2700-2533) sorgen dafür, dass der Chipsatz das zweikanalige Speicherinterface voll ausnutzen kann. Wie der Aldi-PC glänzt auch der von Plus angebotene Rechner mit allen nur erdenklichen Schnittstellen (siehe [#daten Tabelle "Technische Daten"]); selbst der Card-Reader an der Gerätefront fehlt nicht.

Bei der Grafik entschied sich 4MBO allerdings für ein Modell ohne Lüfter und mit dem leistungsschwächeren Nvidia-Chip Geforce4MX-440-8X. Aktuelle Spiele lassen sich mit dem Gerät aber dennoch ohne störende Ruckler nutzen. Erst mit der für das erste Quartal nächsten Jahres angekündigten neuen Generation von Action-Spielen dürfte diese Grafikkarte überfordert sein. Bei gängigen Anwendungsprogrammen schlägt sich der Volks-PC aber ebenso wacker wie seine teureren Konkurrenten.

Den Rechner liefert 4MBO zusammen mit einer kabellosen Tastatur und einer entsprechenden Maus. Der besondere Clou des Systems ist aber die eingebaute WLAN-Karte. Mit dieser läst sich der Rechner ohne zusätzliche Kosten in ein bestehendes Funknetz einbinden. Es ist hier allerdings dringend erforderlich, die Vorinstallation auf die eigenen Sicherheitsbedürfnisse anzupassen. Andernfalls steht der PC jedem anderen in Reichweite der WLAN-Karte zur freien Verfügung.

In Sachen Geräuschentwicklung befindet sich der 4MBO-Rechner im Mittelfeld der hier getesteten Systeme. Im Normalbetrieb erreicht er mit 1,9 Sone gerade noch eine sehr gute Bewertung. Unter Last steigt der Lärmpegel auf 2,3 Sone an. Damit ist er in dieser Betriebsart leiser als der Aldi-PC -- und das ganz ohne aufwendiges Lüftungskonzept. Dafür schießt das Gerät beim Zugriff auf das DVD-Laufwerk mit 7,2 Sone aber den Vogel ab. Lärmempfindliche Zeitgenossen sie hier die Shareware CD-Bremse wärmstens ans Herz gelegt.

Bei den Soundmessungen bereitete uns der SPDIF-Ausgang einige Probleme. Es gelang uns erst einmal nicht, diesen mit akzeptabler Qualität in Betrieb zu nehmen -- weitere Nachforschungen sind also notwendig. Das Gleiche gilt für die Energiespar-Optionen des Rechners. 4MBO liefert das Gerät so konfiguriert aus, dass es im Standby nur den energiehungrigen S1-Modus nutzt. Damit verbraucht der Rechner in dieser Betriebsart satte 90 Watt , die anderen Systeme im Test nutzen dagegen den ACPI-S3-Modus und begnügen sich mit 2,2 beziehungsweise 4,9 Watt. Alle Versuche, den S3-Modus nachträglich zu aktivieren, scheiterten bislang: Der Rechner lies sich zwar entsprechend umschalten, erwachte dann aber immer sofort aus den Standby-Modus.

Qual der Wahl

Drei PCs mit unterschiedlicher Ausstattung, welcher ist also der Richtige? Wie immer gibt es nur eine Antwort: Das hängt vom Einsatzzweck ab. Wer eine flotte Spiele-Maschine sucht, keinen Wert auf Multimedia-Firlefanz legt und schon immer mit einem DVD-Brenner liebäugelte, der sollte bis zum 30. November bei Dell zugreifen. So lange gibt es nach aktuellem Stand den Dimension 4550 für 1175 Euro.

Steht der Sinn dagegen eher nach einem flotten, aber leisen Rechner im schicken Gehäuse, so lohnt ein Blick auf den Aldi-PC. Wer dann auch noch den Card-Reader und die satte Schnittstellenauswahl nutzen kann, der sollte früh aufstehen und versuchen, einen Titanium MD 8000 XL zu ergattern.

Die Neuauflage des Volks-PCs, den es ab dem 2. Dezember bei Plus geben wird, ist eher ein PC für den, der den sparsameren Mittelweg wählt. Das Gerät ist in Sachen Schnittstellen beinahe ebenso gut ausgestattet wie der 200 Euro teurere Aldi-PC, bietet dafür aber keinen ganz so schellen Prozessor und eine etwas langsamere Grafikkarte.

Einen ausführlichen Test der drei Systeme sowie Tipps zur Optimierung der Windows-Installation wird c't in Ausgabe 25/2002 (ab 2. Dezember im Handel) veröffentlichen. Dort klären wir dann auch, was bei der Installation von Linux auf den drei Systemen zu beachten ist.

Typ Titanium MD 8000 XL Dimension 4550 P.C.V.O. 2400+
 
Hersteller Medion Dell 4MBO
Vertrieb Aldi Dell Plus
Endkundenpreis 1199 Euro 1174,40 Euro2 999 Euro
 
Hardware-Ausstattung
Mainboard MSI MS-6701 Dell/Intel E210882 Asus A7N8X
Chipsatz SiS648/SiS963 Intel i845PE/ICH4 Nvidia nForce 2 SPP/MCP-T
Steckplätze: AGP / PCI / ISA / CNR / ACR 1/2/--/--/11 1/4/--/--/-- 1/5/--/--/--
Davon Frei: AGP / PCI / ISA / CNR / ACR 0/2/--/--/0 0/3/--/--/-- 0/3/--/--/--
Anschlüsse: PS/2 / Seriell / Parallel 2/1/1 2/1/1 2/1/1
Anschlüsse: USB / IEEE 1394 / Sonstige 5 x USB 2.0/3/Game-Port 4 x USB 2.0/--/Game-Port 4:xUSB 2.0/2/--
Prozessor Intel Pentium 4 Intel Pentium 4 AMD Athlon XP 2400+
Taktfrequenz 2,66 GHz 2,53 GHz 2,0 GHz
Hauptspeicher Samsung 256 MByte Samsung 512 MByte 2 x 128 MByte
Speichertyp DDR-SDRAM, PC2700-2533 DDR-SDRAM, PC2700-2533 DDR-SDRAM, PC2700
Maximaler Speicherausbau 2 GByte 1 GByte 3 GByte
Grafikkarte Medion/MSI MS-8889 ATI Radeon 9700 TX MBO NV18
Chipsatz Nvidia GeForce4 Ti4200 ATI Radeon 9700 Nvidia Geforce4MX440-8X
Speicher 128 MByte DDR-SDRAM 128 MByte DDR-SDRAM 64 MByte DDR-SDRAM
Anschlüsse: VGA / DVI / TV-Out (Art) 2/--/2, Composit+SVideo 4polig 1/DVI-I/SVideo 7polig 2/--/SVideo 10polig
Soundinterface integriert, Avance Logic Soundblaster live 5.1 PCI integriert in nForce 2
Anschlüsse: Eingänge / Ausgänge / SPDIF 4/4/In, Out 2/3/Out 3/3/Out
Netwerkinterface integriert, 10/100 MBit integriert, 10/100 MBit integriert, 10/100 MBit
Festplatte Seagate ST3120023A Western Digital WD1200 Western Digital WD800
Kapazität / Drehzahl / Übertragungmodus 112 GByte/7200 UPM/ATA100 112 GByte/7200 UPM/ATA100 75 GByte/7200 UPM/ATA100
Diskettenlaufwerk -- vorh., 3,5" vorh., 3,5"
DVD-ROM Laufwerk JLMS LTD-165H -- Cyberdrive DM168D
Geschwindigkeit / Übertragungmodi 16X/40X, ATA33 -- 16X/48X, ATA33
CD-RW-Laufwerk Sony CRX210E1 -- CW 4802
Geschwindigkeit / Übertragungmodi 48X/12X/48X, ATA33 -- 48X/16X/48X, ATA33
DVD+RW-Laufwerk -- NEC ND-1100A1 --
Geschwindigkeit / Übertragungmodi -- 12X/40X/4X/2,4X/16X/10X --
Gehäusetyp / Abmessungen Tower, 180 x 365 x 420 mm3 Tower, 181 x 425 x 447 mm3 Tower, 205 x 430 x 460 mm3
Einschübe 5 1/4" / Frei / Extern nutzbar 2/0/2 2/1/2 3/0/3
Einschübe 3 1/2" / Frei / Extern nutzbar 3/2/1 4/2/2 3/1/2
Netzeil Fortron FSP250-60MDN-120 Dell (Foxteq) HP-P2507F3R Seasonic SS300FS
  250 Watt 250 Watt 300 Watt
Reset-Taster / Hauptschalter --/vorh. --/-- vorh./vorh.
Anschlüsse an der Gehäusefront 3 x USB, 1394, Game, Line In/Out, -- 2 x USB, 1394, Mic, Line Out
  Mic, TV-In (Composit, SVideo)    
Card-Reader Medion Flash XL V2.6D (USB) -- MBO Memory Card Reader
  SD/MMC, Compact Flash,   SD/MMC, Compact Flash,
  Smart Media, Memory-Stick   Smart Media, Memory-Stick
Tastatur Medion/Chicony KB-9908 Dell/Hi Tek RT7D20 MBO/Sysgration AK7500
  6 Sondertasten keine Sondertasten Funk-Desktop, 8 Sondertasten
Maus Medion/Microsoft IntelliMouse 1.3A Dell/Logitech M-UR69 MBO/Sygration AM7500
Sonstige Hardware CTX908 Modem-TV-Kombikarte -- 22-MBit-WLAN-Karte
      SmartLink 56K-Modem-Karte
 
Software-Ausstattung
Betriebssystem Windows XP Home Edition (OEM, SP1) Windows XP Home Edition (OEM) Windows XP Home Edition (OEM, SP1)
Anwendungssoftware (inkl. Installations-CD) MS-Works Suite 2003 MS-Works 6.0 MS-Works Suite 2003
Anti-Virus-Software -- Norton AntiVirus 2002 Norton AntiVirus 2003
Software-DVD-Player Medion-Edition PowerDVD 4.0 Cyberlink PowerDVD 4.0 PowerDVD XP 4.0
CD-RW-Brenn-Software Nero Burning ROM 5.5.9.8 Roxio Easy CD Creator 5.3 Basic Nero Burning ROM 5.5.8.1
DVD-Authoring-Software -- Sonic MyDVD 3.5 --
Spiele -- -- --
Sonstige DivX Bundle 5.0.2 -- PowerDirector 2.1SE
  Musicmatch Jukebox 7.1    
 
Service
Garantie 24 Monate Gewährleistung 24 Monate Gewährleistung 24 Monate Gewährleistung
  3 Jahre Vor-Ort-Service 1 Jahr Abhol-Reparatur-Service 36 Monate Vor-Ort-Service
vorh.: vorhanden; --: nicht vorhanden; k.A.: keine Angabe
1 siehe Text
2 Preis inklusive 100 Euro Internet-Gutschrift und 75,40 Euro Versandkosten.

Typ Titanium MD 8000 XL Dimension 4550 P.C.V.O. 2400+
 
Anwendungsbenchmarks
Pov Ray 3.5 402 PPS 326 PPS 395 PPS
Cinema 4D Cinebench 2000      
Shading (Cinema 4D/OpenGL) 20,5/34,4 CB 19,2/30,6 CB 19,8/34,6 CB
Shading GL-Faktor/Raytracing 1,68X/27,2 CB 1,59X/25,5 CB 1,75X/26,9 CB
MS C++ Mozilla-Kompilation 771 s 772 s 716 s
 
Spielebenchmarks
3DMark 2001 9776 12670 6411
Car Chase L/H 155,7/62,3 fps 166,8/59,0 fps 110,5/51,0 fps
Dragothic L/H 153,4/90,2 fps 242,7/126,8 fps 103,0/54,4 fps
Lobby L/H 147,0/70,7 fps 163,9/69,7 fps 105,5/55,6 fps
Nature 37,6 fps 91,3 fps --
Quake III 1024 x 767 203,5 fps 229,7 fps 163,5 fps
 
Technische Prüfung
Festplatte lesen / schreiben 39,5 / 40,5 MByte/s 46,3 / 44,6 MByte/s 40,2 / 39,7 MByte/s
USB lesen / schreiben 27,6 / 23,8 MByte/s 33,5 / 27,8 MByte/s 28,2 / 27,8 MByte/s
Audio-CD einlesen DVD 35,5X -- 22,6X
Audio-CD einlesen Brenner 29,7X 24,7X 30,1X
 
Leistungsaufname
Unbelastet, Windows-Desktop 93,5 Watt 79,1 Watt 99,8 Watt
Last (CPU / Grafik) 141,1 / 151,3 Watt 121,7 / 145,0 Watt 119,1 / 126,3 Watt
Standby (S3, STR) 4,9 Watt 2,2 Watt 90,6 Watt, S11
Soft Off 4,6 Watt 1,4 Watt 5,4 Watt
 
Geräuschmessung
Unbelastet, Windows-Desktop 31,7 dBA, 1,4 Sone 35,3 dBA, 2,1 Sone 35,3 dBA, 1,9 Sone
Vollast 39,0 dBA, 2,6 Sone 41,0 dBA, 3,2 Sone 37,2 dBA, 2,3 Sone
HD-Zugriff 40,9 dBA, 3,1 Sone 38,1 dBA, 2,6 Sone 40,8 dBA, 3,1 Sone
CD-Zugriff 50,6 dBA, 6,3 Sone 44,3 dBA, 3,2 Sone 50,9 dBA, 7,2 Sone
 
Audio-Messung
Frequenzgang W/AW 0,3 dB/0,1(0,8) dB1 1,4 dB/3,0 dB 2,6 dB/2,8 dB
Klirrfaktor / Dynamik 0,03 % / 78,6(85,0) dBA 0,01 % / 88,9 dBA 0,02 % / 78,1 dBA
Rauschabstand / Übersprechen 82,2(87,6) dBA / 66,8(77,5) dBA 98,9 dBA / 81,8 dBA 87,8 dBA / 75,0 dBA
 
Bewertung
Anwendungsperformance ++ ++ ++
Spieleperformance ++ ++ +
Geräuschentwicklung ++ + ++
Audio-Eigenschaften +1 + +1
Systemaufbau ++ ++ ++
Erweiterbarkeit + ++ +
1 siehe Text
Bewertung: ++ sehr gut; + gut; ° befriedigend; - schlecht; -- sehr schlecht
W: Wiedergabe
AW: Aufnahme/Wiedergabe

(gs/c't) /