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Schnäppchenportal Groupon verliert weiter Millionen

Der Verlust der Rabattplattform dehnte sich massiv aus, der Umsatz legte ebenfalls zu.

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Die Rabattplattform Groupon steckt in den roten Zahlen fest: Im dritten Quartal stieg der Fehlbetrag im Jahresvergleich von 2,58 auf 21,2 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte um 27 Prozent auf 757 Millionen Dollar. Die Erwartungen der Analysten wurden mit den Zahlen überboten, allerdings gab das Management einen schwächeren Ausblick ab als angenommen.

Nachbörslich handelte die Aktie leicht im Plus. Bei Groupon können Kunden Rabattgutscheine von Dienstleistern, Restaurants oder Händlern kaufen. Das Unternehmen will sich aber vom Schnäppchenanbieter zum Internethändler wandeln. Groupon will zu einer Plattform werden, über die lokale Händler ihre Angebote online und auf mobilen Geräten vermarkten können. So legte Groupon Webseiten für mehrere Millionen Geschäfte an, auf denen sie sich im Groupon-System präsentieren können.

Der Wandel nimmt Zeit in Anspruch und kostet Geld. In Nordamerika lag der Anteil der gezielten Suchanfragen in Groupons Deal-Datenbank im vergangenen Quartal bei zehn Prozent der gesamten Nutzung. Groupon zählte zuletzt 52,7 Millionen aktive Kunden, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal bei den Schnäppchen zugeschlagen hatten. Das war rund ein Viertel mehr als vor einem Jahr. Rund die Hälfte der Groupon-Angebote wird auf mobilen Geräten gekauft.

In Asien sucht Groupon nach Partnern, mit denen das Geschäft dort gemeinsam betrieben werden könnte. Das wäre eine Alternative dazu, die dortigen Sparten zu verkaufen, sagte Groupon-Chef Eric Lefkofsky dem Finanzdienst Bloomberg. Groupon war in den vergangenen Jahren sehr schnell international gewachsen. Dabei wurden jedoch viele lokale Firmen mit unterschiedlichen Software-Plattformen zusammengekauft, die teure Integration sorgte für hohe Verluste. (jk)

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