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Schnelle Konkurrenz für LinkedIn und XING: Neues Netzwerk Vutuv ist online

Für Nutzer, die von zu vielen LinkedIn-Erinnerungen und eingeschränkten Suchoptionen in XING abgeschreckt sind, soll vutuv die neue Alternative unter professionellen Netzwerken sein.

Schnell geladen, einfach vernetzt

Vutuv, das neue Netzwerk für berufliche Vernetzung ist online.

Das neue berufliche Netzwerk vutuv möchte Nutzern auf der ganzen Welt weniger Benachrichtigungs-Mails, schnellere Ladezeiten und alle Features ohne Kosten anbieten. Im Gegensatz zu LinkedIn und XING ist vutuv derzeit eine sehr schmale Plattform, keine Pop-Ups springen den Nutzern entgegen und selbst Passwörter umgeht das Netzwerk. Man aktiviert seinen Account per Name, E-Mail-Adresse und "Magic Link". 90 Tage hat man mithilfe dieses Cookies Zugriff auf sein Profil und kann weitere Angaben machen: Arbeitsstellen, Kontaktdaten, besondere Fähigkeiten.

Die Fähigkeiten können von verbundenen Personen bewertet werden und tauchen unter dem Namen des Nutzers mit Ranking nach Empfehlungsquote auf. Statt dem gegenseitigen Bestätigen einer virtuellen Freundschaft nutzt vutuv die "Following"-Variante. So kann der Nutzer Personen folgen ohne auf eine Rückbestätigung warten zu müssen – wie im sozialen Netzwerk Twitter.

Vutuv nutzt, entgegen dem Trend zu JavaScript, Phoenix Framework, welches auf der Programmiersprache Elixir aufbaut. Wie auch der Messengerdienst WhatsApp operieren die Betreiber damit auf der virtuellen Maschine Erlang (BEAM). Das erklärte Ziel der Programmierer ist, dass "der einzelne Server nie mehr als 30 ms mit einem Request beschäftigt ist". Außerdem sei ihnen die WebPerformance wichtig. So versuchen sie, dass erste Ansichten von HTML-Dateien inklusive CSS und Bildern innerhalb von 28 KB übertragbar sind. Zum Vergleich liegt der Durchschnitt für Webseiten derzeit bei 2.509 KB (Stand: Oktober 2016).

Ob sich vutuv durchsetzen kann gegen Konkurrenten mit etwa 450 Millionen weltweit angemeldeten Nutzern (LinkedIn) oder 9,2 Millionen Nutzern allein in Deutschland (XING), ist fraglich. Technisch gesehen ist das Netzwerk jedenfalls überaus schnell, so dass auch Nutzer mit 2G-/3G-Mobilverbindungen oder langsamen LAN-Übertragungsraten problemlos ihr Netzwerk pflegen können. Somit könnte vutuv auch Einwohner von Schwellenländern ansprechen, nicht nur die klassischen Märkte mit schnellen Übertragungsraten ––wie Europa und die USA.

Die Plattform finanziert sich über Anzeigen, allerdings ohne Overlay-Videos oder Pop-Ups. Da es keine Premium-Accounts gibt, sieht jeder Nutzer gleich viel Werbung. Derzeit stehen die physischen Server in Frankfurt am Main, durch Einnahmen per Anzeigen soll das Netz aber mit steigender Anzahl von Nutzern geographisch verteilt werden, damit auch User in Australien schnell zugreifen können.

Der Code ist Open-Source und steht auf github zur Verfügung. Sieben Programmierer stehen hinter der Webseite und stellen vorerst eine deutsche und eine englische Version zur Verfügung. Für Rückmeldungen und Wünsche seien sie aber offen, betont einer der Gründer in seinem Blogartikel. (lel)

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