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Schneller Tippen mit erhabenen Handytasten

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Technology Review
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David Levy, einst bei Apple für ergonomische Gerätegestaltung zuständig, hat einen Traum: Er will die Tastatur von Mobiltelefonen verbessern, um die Eingabe von Kurznachrichten oder E-Mails deutlich zu beschleunigen – ohne gleich ein vollwertiges QWERTZ-Keyboard einbauen zu müssen.

Bereits seit 2002 arbeitet er daher an der Kommerzialisierung einer Technik namens "Fastap", die eine neuartige Hardware-Gestaltung mit einer Erkennungssoftware verknüpft. Erste Handys mit der Spezialtastatur sind in den USA und Kanada inzwischen vom Hersteller LG und den Netzbetreibern Alltel und Telus erhältlich.

Die Idee hinter Fastap klingt eigentlich trivial: Durch die 18er-Tastenmatrix normaler Handys (Zahlen plus Navigation und Steuerung) ergeben sich insgesamt 28 Zwischenräume, in denen leicht erhabene Buchstabentasten untergebracht werden – alphabetisch sortiert. Eine Software sorgt dann dafür, dass Fehleingaben möglichst ignoriert werden, wenn man beispielsweise von einer Zahlen- auf eine Buchstabentaste abrutscht.

Laut Levy ergibt sich so eine um das Dreifache erhöhte Tippgeschwindigkeit, auch die alphabetische Anordnung sei schnell erlernt. Den Netzbetreibern gefalle zudem, dass sich so auch die SMS-Nutzung erhöhe. Die Zusatzkosten für Fastap in der Produktion sind laut Levy gering – Alltel verkauft subventionierte Handys mit der Technik bereits für 10 Dollar. Derzeit verhandelt Levy mit weiteren Netzbetreibern in Europa, Asien und Südamerika. Fastap solle speziell in "Otto-Normalverbraucher"-Handys verbaut werden, nicht in Smartphones, so der Erfinder.

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(bsc)