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Schnelles Internet für zu Hause

Die Breitband-Anbieter investieren in ihre Netze und bieten immer höhere Datenraten. Beim Wechsel sollte man genau hinschauen, denn einige Anbieter tricksen.

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Schnelles Internet für zu Hause

(Bild: Rudolf A. Blaha)

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Die Telekom rüstet derzeit alte VDSL-Anschlüsse mit 50 MBit/s mit Vectoring auf 100 MBit/s auf und plant Super Vectoring mit 250 MBit/s. In den Kabelnetzen sind derweil 400 bis 500 MBit/s verfügbar und 1000 MBit/s geplant.

In Senderichtung hat VDSL die Nase vorn: 40 MBit/s sind es am 100-MBit/s-Anschluss. Beim Kabel kann nur das 500-MBit/s-Spitzenprodukt von Vodafone mit 50 MBit/s gegenhalten; sonst bekommen Kabelkunden je nach Anbieter und Tarif nur 3 bis 25 MBit/s, also deutlich weniger als bei VDSL.

Beim Neuanschluss steht man vor der Wahl, ob man das Router-Angebot des Providers annehmen oder lieber selbst einen Router kaufen soll. Bei vielen Providern gibt es das Gerät nur noch zur Miete für typischerweise 3 bis 5 Euro im Monat. Klarer Vorteil der Miete ist die Kostensicherheit. Geht das Gerät kaputt, sorgt der Provider für Ersatz. Allerdings kommen im Laufe der Jahre dann doch oft mehr Kosten zusammen, als ein Neukauf eines Routers kosten würde.

Besonders aufpassen muss man bei 1&1: Die monatliche Zahlung für den Router ist dort keine Miete, sondern eine Gebühr für den Online-Speicher. Nur wenn ein Gerätedefekt ein Garantiefall ist, erhält der Kunde Ersatz.

Wenn Sie einen Anbieterwechsel planen, sollten Sie genügend Vorlauf einrechnen. Wenn Ihr jetziger Vertrag länger läuft, sollten Sie mindestens sechs Wochen vor Ablauf den neuen Vertrag abschließen. Planen Sie zu knapp, müssen Sie unter Umständen ein weiteres Jahr beim alten Anbieter abdienen. Kündigen Sie den alten Vertrag aber besser nicht selbst, sondern überlassen Sie das dem neuen Anbieter, der bei dieser Gelegenheit gleich alle Absprachen für die Übergabe der Leitung und der Rufnummern mit dem jetzigen Provider treffen kann.

Flexibler bleiben Sie mit kurzen Vertragslaufzeiten. Das verringert auch Ihr Risiko, am Ende für einen Vertrag bezahlen zu können, den Sie nicht mehr benötigen. Nur wenn am neuen Wohnort kein gleichwertiger Anschluss möglich ist, muss der Anbieter Sie aus dem Vertrag entlassen. Ein in der neuen Wohnung bereits vorhandener Anschluss ist hingegen kein Grund für eine vorzeitige Vertragskündigung.

Eine Übersicht aktueller DSL- und Kabel-Tarife finden Sie in c't 13/2018:

(uma)

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