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Schnittstelle für Stratos Cloud-Speicher HiDrive

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Der Berliner Webhoster Strato hat für seine Online-Festplatte HiDrive eine Programmierschnittstelle veröffentlicht. Entwickler können sich auf der HiDrive-Developer-Seite registrieren und einen API-Schlüssel anfordern.

Zur Authentifizierung nutzt HiDrive OAuth 2.0; die Schnittstelle selbst ist ein REST-API, das die in HTTP (beziehungsweise HTTPS) enthaltenen Anweisungen auswertet. Das API ermöglicht laut Strato den Zugriff auf "alle relevanten Funktionen" des Online-Speichers; dazu zählen außer Lesen und Schreiben etwa auch das Erzeugen von Share-Links (auch zum Upload) oder Thumbnails für Fotos. Auch Festplatten-Snapshots, mit denen sich überschriebene Dateien wiederherstellen lassen, kennt das API.

Falls Entwickler das API nutzen, könnte sich HiDrive zum ernstzunehmenden Konkurrenten für Cloud-Speicherriesen wie Amazon oder Dropbox entwickeln. Strato verweist denn auch darauf, dass die HiDrive-Daten in TÜV-zertifizierten deutschen Rechenzentren liegen und dass für sie das Bundesdatenschutzgesetz gelte – anders als bei den in Übersee tätigen Diensten.

Der per HiDrive verfügbare Speicherplatz lässt sich mit FTP-ähnlichen Protokollen lesen und schreiben (FTP, SFTP, FTPS, SCP), mit WebDAV und SMB als Laufwerk einbinden und kann mit rsync Dateien und Verzeichnisse abgleichen. Strato hat auch Apps für den Zugriff mit Android-, iOS- und Windows-Phone-Geräten veröffentlicht.

Das vor dreieinhalb Jahren gestartete HiDrive bietet seit 2011 5 GByte kostenlosen Speicherplatz an; zahlende Kunden haben sechs Varianten zwischen 20 und 5000 GByte zur Auswahl, wobei die größeren Varianten mehrere Benutzer-Accounts verwalten können. Nach Angaben der Telekom-Tochter hat HiDrive eine sechsstellige Zahl von Kunden; außer auf Deutsch ist das Angebot auch in englischen, spanischen, brasilianischen und niederländischen Sprachversionen verfügbar. (vbr)