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Telepolis

Schottische Grundschüler sollen vor dem Unterricht Computer spielen

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An 16 schottischen Grundschulen wird, unterstützt von der für das Curriculum zuständigen Schulbehörde Learning and Teaching Scotland (LTS), ein Projekt gestartet, bei dem die Kinder vor Beginn der Schulstunden 20 Minuten lang auf der Nintendo DS-Konsole spielen sollen – und zwar Dr. Kawashimas "Mehr Gehirn-Jogging". Von LTS wurden dafür 480 Konsolen gekauft, die den 9- und 10-jährigen Schülern zum Spielen ausgegeben und vor Beginn des Unterrichts wieder eingesammelt werden.

Nach einem zehnwöchigen Test an einer Grundschule in Dundee habe sich gezeigt, dass regelmäßiges Spielen vor dem Unterricht die Lernfähigkeit der Kinder fördert und sich die Konzentration verbessert. In Mathematikprüfungen hätten die "Gehirn-Jogging" spielenden Kinder zehn Prozent besser abgeschnitten als die anderen, zudem hätten sie die Aufgaben deutlich schneller lösen können. Sollten sich die Ergebnisse auch bei dem größeren Versuch, der unter der Aufsicht von Her Majesty’s Inspectorate of Education und Wissenschaftlern der University of Dundee stattfindet, bestätigen, plant die Schulbehörde, dies an weiteren Schulen einzuführen.

Derek Robertson von LTS, der für den Bereich des auf Computerspiele gestützten Lernens zuständig ist, erklärt, dass damit "dynamische und kulturell bedeutsame Kontexte geschaffen werden, die die jungen Schüler von heute einbeziehen, motivieren und herausfordern". LTS wolle "neue Techniken zur Unterstützung von Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert" erforschen und entwickeln. Getestet werden gerade auch andere Spiele wie "Hot Brain" für die PSP-Konsole von Sony. (fr)

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