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Schüler verklagt Amazon

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Ein Schüler aus Michigan und ein Erwachsener aus Kalifornien werfen dem Online-Händler Amazon vor Gericht unter anderem vor, dass sie niemals darüber informiert worden seien, dass einmal gekauft elektronische Bücher später von Amazons gelöscht werden könnten. Der Online-Händler hatte legal erworbene E-Books von den Kindle-Geräten seiner Kunden gelöscht. Sie seien von einem Unternehmen in den Kindle-Store gestellt worden, das die dazu nötigen Rechte nicht besessen habe, lautete die Begründung. Die Kunden hatten nach der Löschung den Kaufpreis der Bücher zurückerhalten.

Antoine J. Bruguier aus Milipitas hatte in einer E-Mail auf seine Nachfrage im Anschluss an die Löschung der Bücher von Amazon lediglich die Antwort erhalten, man bedauere den Eingriff, könne ihm aber leider kein Alternativexemplar zur Verfügung stellen. Bruiguier habe gedacht, ein einmal gekauftes Buch sei sein Eigentum, berichtet die LA Times. Der Schüler Justin Gawronski hatte sich nach eigenen Angaben an seinem Kindle Notizen zum Orwell-Roman gemacht und die seien zwar noch vorhanden, aber mit der Löschung des E-Books nun wertlos. Die beiden Kläger werfen Amazon deshalb Vertragsbruch und Computerkriminalität vor.

Amazon hatte ich vergangene Woche bei den Kunden für die Löschung der E-Books wortreich entschuldigt. Das Vorgehen sei dumm und gedankenlos gewesen und stehe nicht im Einklang mit den Prinzipien des Unternehmens. Genützt hat dieses Eingeständnis wenig. (uk)

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