SchülerVZ wird zu Idpool

Die VZ-Netzwerke setzen auf eine Neuausrichtung ihrer sozialen Plattformen. SchülerVZ soll nun zu einem "edukativen Angebot" werden. Die Zukunft der Schwester-Plattformen StudiVZ und MeinVZ dagegen bleibt ungewiss

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Die VZ-Netzwerke bauen wie bereits angekündigt kräftig um: Das Online-Portal SchülerVZ soll zu einem "edukativen Angebot" werden und künftig unter dem Namen Idpool firmieren. Schwerpunkt sollen "Funktionalitäten rund um den Austausch von Jugendlichen zu ihren Interessen und Fähigkeiten" sein, teilte die Betreiberfirma am heutigen Montag mit.

Die Zukunft der Schwester-Plattformen StudiVZ und MeinVZ ist ungewiss. Das Unternehmen gab keine konkreten Pläne für die schwächelnden Angebote bekannt, es werde im vierten Quartal "neue Optionen" prüfen. Die VZ-Netzwerke selbst firmieren künftig unter dem Firmennamen Poolworks. Im Zuge des Umbaus mussten 25 der zuletzt 70 Mitarbeiter gehen.

Stefanie Waehlert, seit Oktober 2011 Firmenchefin, bezeichnete den Umbau als "Befreiungsschlag". Man wolle die "führende Position im Markt für soziale Jugendnetzwerke ausbauen". Die "VZ Netzwerke Ltd." wurde 2005 gegründet. 2007 hat die Verlagsgruppe Holtzbrinck für die Übernahme des Unternehmens angeblich 85 Millionen Euro auf den Tisch gelegt. Deren Geschäftsführer der Digitalsparte Markus Schunk sprach heute davon, dass Idpool "sehr gut zu unserem vertikalen Ansatz" passe: "Ich unterstütze grundsätzlich die Strategie zur VZ-Neuausrichtung und blicke erwartungsvoll in die Zukunft."

Die VZ-Netzwerke leiden unter der schier übermächtigen Konkurrenz von Facebook. Immer mehr Nutzer kehren StudiVZ und Co. den Rücken. Die Zahl der Seitenbesuche (Visits) sank im Mai laut IVW auf 44,7 Millionen; ein Jahr zuvor waren es noch 206,7 Millionen, im Mai 2010 sogar noch 466,2 Millionen. (mit Material von dpa) (hob)