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Schüsse in der Youtube-Zentrale

Eine Frau hat sich im Youtube-Hauptquartier in Kalifornien erschossen. Zuvor hatte sie Youtube-Mitarbeiter angegriffen.

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Violette Armbänder

Youtube-Zentrale in San Bruno.

(Bild: Google Maps)

Eine Frau hat sich am Dienstag in der Youtube-Zentrale in San Bruno, Kalifornien, mit einer Faustfeuerwaffe erschossen. Unmittelbar zuvor hatte die Frau vermutlich das Feuer auf Youtube-Mitarbeiter eröffnet. Eine Person wurde dabei lebensbedrohlich verletzt, eine weitere schwer und eine dritte Person leicht.

Laut Mitteilung der Polizei San Brunos sind die ersten Notrufe um 12.46 Uhr Mittags eingegangen, zwei Minuten später trafen die ersten Einsatzkräfte bei Youtube ein. Weitere fünf Minuten danach sei die Frau tot aufgefunden worden. Angaben zur Identität der Attentäterin oder ihrer Opfer liegen nicht vor.

Hinter der Tat wird ein erweiterter Suizid vermutet. Dabei tötet eine Person nicht nur sich selbst, sondern sucht auch noch andere Menschen umzubringen. Solche Tragödien mit Schusswaffen stehen in den USA an der Tagesordnung und machen nur noch bei prominenten Beteiligten oder Schauplätzen, wie dem Youtube-Hauptquartier oder besonders vielen Opfern überregionale Schlagzeilen. Allerdings sind dabei fast immer Männer die Täter. Das FBI hat 160 öffentliche Schusswaffen-Angriffe der Jahre 2000 bis 2013 untersucht. Nur in sechs der Fälle (3,75 Prozent) waren Frauen als Schießende beteiligt.

Vorvorige Woche hatte Youtube eine Einschränkung von Schusswaffen-Propaganda angekündigt. Ab dem laufenden Monat werden Videos gesperrt, die Werbung für Webseiten machen, auf denen Schusswaffen und -zubehör feilgeboten werden. Außerdem sind Videos untersagt, die den Zusammenbau von Schusswaffen erläutern.

Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freunde oder Verwandte sein, darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie mit anderen Menschen sprechen können.

Sofortige Hilfe erhalten Sie rund um die Uhr bei der Telefonseelsorge unter der bundeseinheitlichen kostenlosen Rufnummer 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Im Internet ist sie unter telefonseelsorge.de erreichbar. Dort finden Sie auch weitere Angebote. (ds)

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