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Schulfach: Privacy-Schutz im Internet

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Ein Landesgesetz verpflichtet Schulen im US-Bundesstaat Virginia, ihren Mitgliedern den sicheren Gebrauch des Internets beizubringen. Das Ansinnen ist verständlich: Nach Erkenntnissen des US-amerikanischen Zentrums für missbrauchte und verschollene Kinder ist jeder siebte Jugendliche im Alter zwischen 10 und 17 Jahren schon einmal online sexuell bedrängt worden.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Bildungsministerium des US-Staates Maryland Aspekte der Datensicherheit in seine Technology Literacy Standards (PDF) für Kindergarten- und Schulkinder aufgenommen. Die Anforderungen legen anscheinend vergleichbare Gewichte auf die Pflege des teuren Equipments und auf richtige Körperhaltung vor der Tastatur wie auf die Beachtung von Copyright-Bestimmungen und den Umgang mit Nutzerkonten und Passwörtern, sind aber nicht verpflichtend für die Schulen des Landes.

Eine Richtlinie mit Gesetzescharakter im nordöstlichen Bundesstaat Virginia geht deutlich weiter und verpflichtet alle Schulen des Landes, ihre Mitglieder in Cyberspace Safety zu unterrichten. Sie gibt zwar keine direkten Anweisungen für die Lehrplangliederung, formuliert aber Lernziele, dass Schüler das Internet als mächtige Quelle bisher unzugänglicher Informationen begreifen sollen, vor ungeeigneten, sexuell oder durch Gewalt geprägten Inhalten auf der Hut sein sollen, die Richtigkeit im Internet verbreiteter Botschaften hinterfragen, und wie sie Bedrohungen durch Missetäter im Cyberspace ausweichen sollen. Beispielsweise wird die vorsichtige Verbreitung persönlicher Daten auf privaten Homepages oder in sozialen Netzen propagiert. Erst an letzter Stelle führt die Richtlinie an, dass es auch zwischen legalen und illegalen Unterhaltungsangeboten zu unterscheiden gilt.

Zwar schweben den Verantwortlichen des US-Tabakstaates keine eigenen Surf-Kurse vor, doch nach einem Zeitungsbericht wollen sie ihre Lernziele in alle Unterrichtsdisziplinen integriert sehen. (hps)