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Schweiz: Autonome Busse ohne Lenkrad

Im Frühling 2016 wollen BestMile und die PostAuto Schweiz AG erste autonom fahrende Busse auf die Straße schicken.

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Autonome Busse in der Schweiz geplant

So sollen die autonomen Kleinbusse in der Schweiz aussehen.

(Bild: PostAuto)

In der Schweizer Stadt Sitten (Sion) sollen ab kommendem Jahr autonom fahrende Busse ihre Runden drehen. Hierfür hat das in Lausanne ansässige Unternehmen BestMile einen entsprechenden Vertrag mit dem Busunternehmen PostAuto unterzeichnet. Die für zwei Jahre geltende Vereinbarung beschränkt sich vorerst auf die knapp 33.000 Einwohner große Stadt im Kanton Wallis.

Autonome Busse für Sitten (Sion) (11 Bilder)

(Bild: Navya)

Kleinbusse für die Innenstadt

Vom vernetzten zum autonomen Auto

BestMile stellt demnach die zur Überwachung und Optimierung der Busse nötige Software zur Verfügung. Touristen und Einheimische sollen dabei zwei autonom fahrende Shuttlebusse nutzen können. In den elektrisch betriebenen Fahrzeugen des französischen Herstellers Navya sollen bis zu neun Passagiere Platz finden. Die maximale Geschwindigkeit der Busse liege bei 20 Kilometern pro Stunde. Ab dem Frühjahr 2016 sollen die Busse auf öffentlichen Straßen unterwegs sein. Das langfristige Ziel sei die Anbindung von Außenbezirken an die Stadt.

Im Bus befinde sich laut PostAuto zu jeder Zeit ein instruierter Mitarbeiter, der Fahrbetrieb solle jedoch vollautomatisiert erfolgen. Ein Lenkrad oder Brems- und Gaspedale sind in den Bussen nicht zu finden. Im Notfall kann das Fahrzeug aber über einen entsprechenden Knopf angehalten werden. Der Einsatz der Busse sei tagsüber und auch nachts möglich. Sensoren erfassen die Position der Busse auf wenige Zentimeter genau.

Nach einem Testlauf auf einem abgesperrten Areal soll zwischen Dezember 2015 und Frühling 2016 der einwandfreie Betrieb der Busse getestet werden. Danach könnten die Busse auch im öffentlichen Raum verkehren.

Anforderungen der Zukunft

Gemeinsam mit dem Laboratory of Urban Transport Systems (LUTS) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne arbeitet BestMile seit dem Herbst zudem an einem neuen Algorithmus für die Steuerung autonomer Fahrzeuge. Dieser soll unterschiedliche Szenarien berücksichtigen, die beim Betrieb autonomer Fahrzeuge eine Rolle spielen können. Gleichzeitig kooperiert BestMile mit Navya.
Laut Firmenmitbegründerin Anne Koymans gehe es BestMile im Gegensatz zu Google nicht um autonom fahrende Autos. Vielmehr konzentriere sich das Unternehmen auf den öffentlichen Nahverkehr.

(Quelle: Navya)

(jab)

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