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Schweizer AKW Beznau nahe deutscher Grenze darf wieder ans Netz

Im Stahl des Reaktorbehälters waren Aluminiumoxid-Einschlüsse gefunden worden. Der AKW-Betreiber hat nun nachgewiesen, dass sie die Sicherheit nicht negativ beeinflussen.

Schweizer AKW Beznau nahe deutscher Grenze darf wieder ans Netz

(Bild: ensi.ch)

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Drei Jahre nach der Entdeckung von fast 1000 etwaigen Schwachstellen darf Block 1 des Schweizer Atomkraftwerks Beznau unweit der deutschen Grenze wieder ans Netz. Der Betreiber habe detailliert nachgewiesen, dass die 2015 entdeckten Materialschäden im Grundmaterial des Reaktordruckbehälters die Sicherheit nicht negativ beeinflussten, teilte die Nuklearaufsichtsbehörde ENSI mit. Jetzt könne der Betreiber Axpo die 2015 unterbrochene jährliche Sicherheitsüberprüfung zu Ende führen und die Anlage wieder anfahren. Beznau 1 ist einer der ältesten kommerziellen Reaktoren der Welt.

Die fehlerhaften Materialstellen hatten eine Größe von fünf bis sechs Millimetern. Im Stahl des Reaktorbehälters waren Aluminiumoxid-Einschlüsse gefunden worden. Laut Axpo waren diese Stellen nicht während des Betriebs des Reaktors entstanden, sondern bereits beim Schmieden des Druckbehälters 1965 in Frankreich.

Die Schweiz hat fünf Atomkraftwerke. Sie verfügen über eine unbefristete Betriebsbewilligung und dürfen so lange betrieben werden, wie sie sicher sind. Ziel der Energiestrategie 2050 ist der allmähliche Ausstieg aus der Kernkraft. (dpa) / (anw)

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