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Schweizer Bundesgericht soll über Millionenvergabe an Microsoft entscheiden

Das Schweizer Bundesgericht [1] soll die im Sommer ergangene Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts [2] überprüfen, nach der es legitim sei, dass der Bund einen IT-Auftrag über 42 Millionen Schweizer Franken ohne vorherige öffentliche Ausschreibung an Microsoft vergeben habe. 18 Anbieter von Open-Source-Produkten, darunter Red Hat, Zarafa und Univention, hatten gegen die Vergabepraxis Beschwerde eingelegt, die jedoch vom Bundesverwaltungsgericht ohne materielle Prüfung abgelehnt wurde.

Laut dem Verwaltungsgericht habe der Bund das Recht, jederzeit ohne zeitliche und mengenmäßige Limitierung die jeweils neuesten Softwareversionen ohne öffentliche Ausschreibung zu beschaffen, da die betroffenen Microsoft-Produkte dort bereits im Einsatz seien. Gegen den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts haben die Beschwerdeführer nun Berufung eingelegt, über die das Schweizer Bundesgericht entscheiden wird. (amu [3])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-1104375

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.bger.ch/
[2] https://www.heise.de/meldung/Open-Source-Anbieter-scheitern-vor-Schweizer-Bundesverwaltungsgericht-1034107.html
[3] mailto:amu@ct.de